Schützenvereine kehren in Westfalen-Verband zurück

Vorläufige Einigung: der Dortmunder WSB-Präsident Klaus Stallmann und der BSV-Vorsitzende Rolf Linnepe.

LÜDENSCHEID - Der Bürger-Schützenverein, die Lüdenscheider Schützengesellschaft und die Schützen Brügge kehren für vorerst ein Jahr wieder in den Westfälischen Schützenbund zurück, aus dem sie im Herbst gemeinsam mit den Hülscheider Schützen als Protest gegen Beitragserhöhungen ausgetreten waren.

Zugleich halten sich die vier Vereine die Option offen, danach nur noch mit ihren Sportlern im WSB zu bleiben, um weiter an Wettbewerben teilnehmen zu können. Abhängig machen die Vereine ihren Verbleib davon, ob der WSB künftig seine bisherige Politik steter Beitragserhöhungen ändert.

Das erklärte der BSV-Vorsitzende Rolf Linnepe gestern Abend nach einem Gespräch der vier heimischen Vereinsvorstände mit dem Dortmunder WSB-Präsidenten Klaus Stallmann und dem Ehrenvorsitzenden Hans-Joachim Frank. Stallmann habe dabei deutlich gemacht, dass der Schützenbund zuletzt rote Zahlen schrieb und ein Gutteil des Beitrags, den er pro Mitglied von seinen 938 Vereinen erhält, an den Deutschen Schützenbund durchleiten muss. Mit einem neuen Schatzmeister wolle der WSB aber versuchen, Kosten zu senken, um die Vereine nicht in ein oder zwei Jahren wieder zur Ader lassen zu müssen, berichtete Linnepe.

Den Erfolg dieser Bemühungen, also Beitragsstabilität, wollen die vier heimischen Vereine „genau beobachten“. Ansonsten stünde ihnen, auch das räumte Stallmann laut Linnepe ein, tatsächlich der Weg offen, auch gemeinsam einen reinen Sportverein zu gründen, der dann dem Bund beitritt – mit einer vergleichsweise geringen Mitgliederzahl, für die kaum Beiträge zu entrichten wären. Der WSB könne die Aufnahme eines solchen Vereins nicht verweigern, er sei wegen seiner Monopolstellung vielmehr sogar zu einem Ja verpflichtet, erklärte der BSV-Vorsitzende weiter.

Die Atmosphäre des Gesprächs bezeichnete Linnepe als konstruktiv und freundschaftlich. Mit den Austritten ein klares Signal gesetzt zu haben, sei aber auch im Nachhinein richtig gewesen.

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