Schützenhalle Lüdenscheid: Teenies bejubeln Pietro Lombardi

LÜDENSCHEID - Die Kulisse in der Schützenhalle am Loh war imposant. Insbesondere die jüngeren Fans der DSDS-Gewinner Pietro Lombardi und Sarah Engels hatten sich viel Mühe gegeben und große, bunte Plakate mit Botschaften an die beiden Künstler gemalt. Von Björn Othlinghaus

Die lange Wartezeit, bis die beiden Stars endlich die Bühne betraten, verkürzte DJ Renè, bekannt aus der Lüdenscheider Gaststätte Dahlmann, sowie Angelo Della Fera und seine Band - wir berichteten bereits.

Der italienische Sänger gab sich alle Mühe, im Saal für Stimmung zu sorgen, interpretierte souverän populäre Pop-Songs wie „Monster“ von Culcha Candela und versuchte sich sogar an Shakiras „Waka Waka“. Darüber hinaus hatte er südamerikanische Musik im Gepäck. Das alles war sehr unterhaltsam, minderte aber vor allem bei den zahlreichen jungen Musikfans, die mit Eltern oder Omi gekommen waren, nicht die Ungeduld auf die eigentlichen Stars des Abends.

Mit einiger Verzögerung kam schließlich Sarah Engels auf der Bühne und eröffnete ihren Gig, der übrigens ebenso wie Pietro Lombardis Auftritt von einer Live-Band und nicht vom Halb-Playback begleitet wurde, mit jeder Menge Power und dem flotten Pop-Song „One day in your life“. Mit so viel Energie hatte sie auch die hartnäckigen Pietro-Fans in der Schützenhalle schnell in der Tasche. Die meisten ihrer Titel stammten aus ihrem Debüt-Album „Heartbeats“, allerdings nicht der Höhepunkt ihrer gelungenen Performance. Diesen stellte erwartungsgemäß der kraftvolle Vortrag der Hymne „Light Up“ von Leona Lewis dar, einer der Lieblingssongs von Sarah Engels, in den sie einmal mehr besonders viel Energie, stimmlichen Ausdruck und Gefühl investierte. Eine Zugabe, wie die Fans sie einforderten, gab es hier allerdings noch nicht.

Lombardi selbst, gekleidet im gewohnt sportlichen Pietro-Style mit Baseball-Kappe, Shirt und Jacke, verwandelte im Anschluss die Schützenhalle in einen Hexenkessel mit ohrenbetäubendem Kreischkonzert. „Baby don’t worry“ diente als Opener eines gelungenen einstündigen Auftritts, bei dem sich Lombardi, der bei DSDS für seine Texthänger bekannt war, als echter Musik-Profi entpuppte. Sympathisch interpretierte er Bruno Mars’ „Billionaire“ und animierte bei „Que Sera“ seine jugendlichen Fans, von denen wohl die wenigsten wissen, dass es sich hierbei eigentlich um eine ziemlich alte Musik-Kamelle von Doris Day aus den 50er Jahren handelt, zum vergnügten Mitsingen.

Und immer wieder flogen Bären und Herzen mit Grüßen und Botschaften für den beliebten Sänger auf die Bühne. Im Finale präsentierten dann beide Künstler zwei gemeinsam gesungene Love-Songs und gaben sich am Ende den von allen Fans heiß ersehnten Kuss – die Euphorie in der Schützenhalle kann kaum Grenzen.

Zwischendurch schaute noch ein weiterer DSDS-Star in der Schützenhalle vorbei. Die Hoffnung allerdings, dass sich Sebastian Wurth, der von Pietro und Sarah auf ihr Konzert eingeladen worden war, an diesem Abend die Akustik-Gitarre schnappen und ein oder zwei Songs zum Besten geben würde, erfüllte sich leider nicht. „Basti“ betrat lediglich zweimal die Bühne für einen kurzen Gruß ans Publikum, dann war er wieder verschwunden. Im Ganzen erlebten die zahlreich erschienenen Fans einen turbulenten Live-Musikabend, der sicher vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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