Lüdenscheider Schützenhalle

Erhalt durch Bergstadtstiftung

Die Schützenhalle auf dem Loh soll durch eine Stiftung erhalten bleiben.

LÜDENSCHEID ▪ Die Errichtung der Schützenhalle auf dem Loh war 1900 eine Gemeinschaftsleistung der gesamten Bürgerschaft. Schützen, Bürger, Fabrikanten und Bürgermeister unterstützten den Bau. Jetzt soll der imposante Komplex, dessen Eigentümer die Lüdenscheider Schützengesellschaft (LSG) ist, an die Bürgerschaft zurückgehen, und zwar in eine zu gründende Bergstadtstiftung Lüdenscheider Schützenhalle.

Dieses Modell stellten am Freitag LSG-Chef Friedrich-Karl Schmidt und sein Stellvertreter Bruno Schwarz vor. „Ziel ist es einerseits, die Schützenhalle dauerhaft zu erhalten und andererseits die Schützengesellschaft von der Verwaltung zu entlasten. Damit kann sich der nächste LSG-Oberst voll auf den Verein und das Schützenwesen konzentrieren.“ Schmidt selbst hatte bereits angekündigt, dass er bei der nächsten Hauptversammlung im April nicht mehr für den Posten kandidieren werde. „Ich möchte aber noch die Weichen für die Zukunft der Halle stellen. Sie ist in einem so guten Zustand wie schon seit 30 Jahren nicht mehr. Rund 1,5 Millionen Euro wurden in die energetische Sanierung und in den Brandschutz investiert. Der Unterhalt allerdings belastet die LSG sehr. Dauerhaft ist das von uns finanziell und personell nicht leistbar“, betonte „Kalli“ Schmidt, der die Schützen seit knapp sechs Jahren anführt. Die eigenen Nutzungsrechte bleiben erhalten. Der Grundstock der Stiftung besteht zunächst aus Vermietungs- und Verpachtungserlösen.

Mit der gemeinnützigen Stiftung stelle man die Bemühungen um den Erhalt der Halle auf eine breitere Basis. Mitstreiter für die Stiftungsidee, deren juristische Umsetzung maßgeblich von Rechtsanwalt Bruno Schwarz geschultert wurde, hat Schmidt in ersten Gesprächen schon gefunden. Neben ihm selbst haben zum Beispiel Bürgermeister Dieter Dzewas, der Versicherungskaufmann Andreas Basse, der Architekt Marc Teichert, Rechtsanwalt Martin Buchheister, Steuerberater Dieter Grote, Finanzfachmann Udo Lütteken, Reinhold Zimmermann, Ernst Kutschinski von der LSG und ein Mitglied der Hotopriege Bereitschaft signalisiert, sich im Vorstand oder dem Kuratorium der Stiftung zu engagieren.

Am Dienstag, 4. Dezember, um 19 Uhr, empfiehlt der LSG-Vorstand den Mitgliedern auf einer außerordentlichen Versammlung, die Stiftung zu gründen. Einladungen sind herausgegangen. „Sie werden durch eine Postverzögerung etwas später eintreffen.“

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