Zu kurze Vorlaufzeit und keine Musik

Schützenfeste im MK wieder erlaubt: Erste Events geplant

Impfzentrum in Lüdenscheid.
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Das Impfzentrum auf dem Schützenplatz am Loh. Ein Schützenfest gibt‘s hier dieses Jahr nicht.

Mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung des Landes sind ab sofort wieder Schützenfeste möglich. „Eine weitgehende Rückkehr zur Normalität“ stellte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dazu am Mittwoch in Aussicht. Theoretisch könnten die Brügger Schützen, die ihr Schützenfest traditionell Anfang August feiern, und die Lüdenscheider Schützengesellschaft (LSG), die das erste September-Wochenende für ihr großes Fest reserviert hat, dadurch wieder ihre Schützenfeste ausrichten.

Lüdenscheid – Für beide Vereine kommen die Lockerungen indes viel zu spät. Hier wie dort sei es nicht möglich, ein Fest wie das Schützenfest auf die Schnelle aus dem Boden zu stampfen. Theorie und Praxis, Wunsch und Realität klaffen weit auseinander.

Dirk Petroschka - im Bild mit Ehefrau Anja - war 2017/18 Schützenkönig der Brügger Schützen. Als 1. Vorsitzender möchte er das Vereinsleben Ende August/Anfang September mit einem Wiedersehenspicknick ankurbeln.

Im kommenden Jahr, mit ausreichend Vorlaufzeit, sind beide Vereine wieder am Start. „Auf alle Fälle“ – vorausgesetzt, Corona lässt dies zu – bereichern die Schützen den Veranstaltungsreigen der Stadt dann wieder mit einem Schützenfest.

Wiedersehenspicknick statt Schützenfest in Brügge

Um das Vereinsleben allmählich wieder anzukurbeln, planen die Brügger Schützen statt des Schützenfests allerdings ein Wiedersehenspicknick Ende August/Anfang September, wie Dirk Petroschka (1. Vorsitzender) verriet. Bei diesem Picknick soll auch ein Wettkampfschießen stattfinden. Vorstellen möchten die Brügger Schützen bei dieser Gelegenheit ihren renovierten Schießstand. Sinnvoll haben sie die Pandemie für Renovierungsarbeiten genutzt. Zudem ist ein Tag der offenen Tür, an dem sich die neue Bogenabteilung vorstellen möchte, geplant.

„Momentan sind die Zahlen niedrig“, sagt Horst Buschinski (2. Vorsitzender der LSG). „Was aber ist nach dem Urlaub? Dann wird womöglich wieder alles untersagt.“

LSG: Unsicherheit durch Impfzentrum

Aufgrund der Planungsunsicherheit und der Kürze der Zeit sieht die LSG von einem Schützenfest in diesem Jahr ab. Zudem sei es nicht möglich, zum jetzigen Zeitpunkt Kapellen zu bekommen. „Die hatten alle keine Möglichkeit zu üben.“ Und ein Schützenfest ohne Musik sei nun einmal kein Schützenfest. Planungsunsicherheit hat die LSG zudem in Sachen Räumlichkeiten. „Wie lange ist das Impfzentrum noch in der Schützenhalle – bis Ende August oder noch länger?“

All das habe dazu geführt, dass sich der Vorstand dazu entschlossen habe, dieses Jahr kein Schützenfest durchzuführen und auf der sicheren Seite zu sein. Auch wisse man nicht, wie groß die Sorgen und Vorbehalte der Mitglieder seien. Niemand wolle am Ende verantwortlich dafür sein, wenn sich durch ein Schützenfest Menschen mit dem Coronavirus infizieren.

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