Schülerarbeiten zu politischen Themen

Bürgermeister Dieter Dzewas (rechts) und der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (2. von rechts) riefen die Schüler der prämierten Klassen zu politischem Engagement auf.

LÜDENSCHEID ▪ Die Beschränkung von Lenkzeiten ist wichtig für die Sicherheit von Lastern im Straßenverkehr. Das Bergstadt-Gymnasium musste aus diesem Grund gestern ohne die angekündigte Dokumentation der Bundeszentrale für politische Bildung auskommen. Interessant war die Ausstellungseröffnung ohne Ausstellung dennoch.

Voraussichtlich morgen sollen die Vitrinen mit Wettbewerbsbeiträgern von Schülern aus ganz Deutschland in der Pausenhalle des BGL aufgestellt werden. Gestern blieb Zeit zu einem Rückblick auf fast 30 Jahre Teilnahme von BGL-Klassen am jährlichen Wettbewerb der Bundeszentrale, bei dem sich die Schüler mit politischen und sozialen Themen auseinandersetzen. Schulleiterin Annette Meyer freute sich über 25 Preisträger in den vergangenen 20 Jahren und nannte einige der Themen: „China“, „Rassismus“ und was man dagegen tun kann, „Nur ein Mädchen – bloß eine Frau“ – Sozialisation und Rollenmuster, „Die Nacht, in der die Synagogen brannten“ – Reichskristallnacht in Nazi-Deutschland und „Ausstieg aus der Kernenergie“ – Alternative Energiequellen. „Ohne Manfred Pflanz wäre die 30-jährige Erfolgsgeschichte des Wettbewerbs am BGL nicht möglich gewesen“, lobte Annette Meyer das große Engagement ihres Kollegen.

Teil der Präsentation der Bundeszentrale sind Arbeiten aus dem Jahr 2010: Die damalige Klasse 8c wurde für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema „Arm trotz Arbeit“ ausgezeichnet. Der daran beteiligte Konstantin Spindler stellte gestern die Fragestellungen seiner Arbeitsgruppe vor: Wieviel Geld braucht ein Mensch zum Leben in Deutschland? Wer gilt als arm? Gibt es tatsächlich Menschen, die trotz eines Vollzeitjobs noch auf Sozialleistungen angewiesen sind? Wieviel verdient man in welchem Beruf? Um diese Fragen zu beantworten, sprachen die Schüler auch mit Betroffenen in Lüdenscheid. Bürgermeister Dieter Dzewas bestätigte, dass das Phänomen „Arm trotz Arbeit“ etwas ist, „was wir täglich in unserer Stadt erleben. Es gibt Familien, die trotz achtstündiger Arbeit keine Möglichkeit haben, ihren täglichen Lebensunterhalt davon zu bestreiten“.

Schülerin Kathrin Ludwig stellte das zweite ausgezeichnete Thema aus dem Jahr 2010 vor, das die damalige Klasse 9b bearbeitete: „Traumfabrik Castingshow“. Dafür blickten die Schüler hinter die Kulissen der Castingshows und stellten sogar eine Talentsuche nach. „Für die Teilnehmer sind Castingshows nicht wirklich schön“, sagte Kathrin Ludwig. ▪ thk

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