Schüler proben für Projekt des Dortmunder Balletts

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Mädchen sind bei den Tänzern aus Lüdenscheid und Halver, die am Projekt Phönix teilnehmen, deutlich in der Überzahl

Lüdenscheid/Dortmund -  Dem antiken Feuervogel Phönix, der der Sage nach immer wieder aus dem Brand ersteht, ist ein Projekt des Balletts Dortmund gewidmet. Ballettdirektor Xin Peng Wang und sein Team setzen dabei auf Schüler und Schülerinnen aus Lüdenscheid und Halver.

Die haben bisher zumeist keine professionelle Ballettausbildung absolviert und proben unter der Leitung von Ballettlehrerin Manuela Klüttermann für die Aufführungen am 27. und 28. Mai. Auf der Zielgeraden des Projekts trafen die Tänzerinnen jetzt erstmals auf die beiden Chöre aus Dortmund zu einer gemeinsamen Probe im Ballettzentrum am Florian.

Pause. Junge Tänzerinnen kommen zu Sängerin Jeanette Wernecke und loben ihre wunderschöne Stimme. Die Sopranistin gibt das Lob zurück: „Ihr macht das aber auch toll!“ Kurz darauf geht es zurück in die gemeinsame Probe an John Rutters „Mass of the Children“. Während der Dortmunder Ballettdirektor Xin Peng Wang zurückhaltend am Gesamtbild arbeitet, ist Manuela Klüttermann mittendrin. „Da hin!“, sagt ihr Finger in der Probe, wenn der Weg ihrer Tänzer über die imaginierte Bühne noch optimiert werden muss.

Zwischen den Probesequenzen herrscht ein unglaubliches Gewusel. Denn im Ballettzentrum haben sich nicht nur die bis zu 50 Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und der Adolf-Reichwein-Gesamtschule Lüdenscheid sowie des Anne Frank-Gymnasiums Halver eingefunden, sondern auch die meisten Sänger der Kreiskantorei Dortmund und des Bert-Brecht-Gymnasiums Dortmund. Beide Chöre sollen mit je etwa 70 Akteuren auf der Bühne des Balletts Dortmund stehen, während die jungen Tänzerinnen John Rutters Musik in anmutige Bewegungen verwandeln. Nur die neun Musiker der Dortmunder Philharmoniker sind noch nicht dabei. Für die Probe reicht ein Flügel.

Auch die Chorsänger sind noch nicht ganz auf Kurs. Dirigent Wolfgang Meier-Barth muss immer wieder Hinweise zum gesungenen Tempo geben. Doch daran kann auch in den Chorproben noch gearbeitet werden. Denn im Ballettzentrum geht es vor allem darum, Chorgesang und Tanz zusammenzuführen und den vielen Beteiligten Stellplätze und Wege im großen Ganzen anzuweisen.

200 Mitwirkende zwischen zwölf und 82 Jahren werden in dem generationenübergreifenden Projekt Ende Mai gemeinsam auf der Bühne stehen. Schon die Probe lässt ahnen, wie beeindruckend das werden könnte. Der „Mass of the Children“ folgend werden die jugendlichen Tänzer und Tänzerinnen den Ablauf eines Tages darstellen. „Sie haben, begleitet durch Manuela Klüttermann, aus Gesten und Bewegungen des täglichen Lebens ihre Bewegungen zu der Musik entwickelt, so dass eine authentische Choreographie zustande kommt“, heißt es in einer Mitteilung des Balletts zur bisherigen Arbeit. „Bei den Proben wurde deutlich, dass die Kinder ganz unvoreingenommen mit der Musik umgehen. Sie haben für die Teile des Werkes eigene Namen und damit auch Zugänge gefunden. Die geistliche Musik hat sie tief bewegt.“ - Von Thomas Krumm

Das Projekt „Phönix“ wird am 27. Mai ab 19.30 Uhr und am 28. Mai ab 11 Uhr im Opernhaus Dortmund gezeigt.

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