Neuer Lebensabschnitt

Abitur in Corona-Zeiten : Große Freude über „ein kleines Wunder“

Absolventen der Adolf-Reichwein-Gesamtschule 2021
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Auf der Kulturhaustreppe, wo sich die Abiturienten zum Gruppenbild aufstellten, brach sich die Freude über den erreichten Schulabschluss Bahn.

Die Absolventen der Adolf-Reichwein-Gesamtschule feiert ihre Zeugnisübergabe im Kulturhaus. Zweimal gab es die Höchstnote 1,0.

Lüdenscheid – „Es war anders, aber es war auch gut.“ Zu dritt blickten die Jahrgangsstufenleiter Andreas Arens, Hiltrud Fox und Pascal Hopff bei der Abiturfeier der Adolf-Reichwein-Gesamtschule auf die dreijährige Oberstufenzeit „ihrer“ Abiturienten zurück. Im Kulturhaus verabschiedete die Schule am Mittwoch 70 Schüler.

Im Beisein ihrer Eltern nahmen 63 Abiturienten und sieben Fachabiturienten ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Krankheitsbedingt konnte Jutta Wiesner-Bette, die als Abteilungsleiterin für die gymnasiale Oberstufe zuständig ist, nicht an der Feier teilnehmen. Musikalisch ließen Schülersprecherin Christina Gravou und ihre Schwester Danai (The Chrisdana Twins) den Jahrgang mit der Andreas Bourani-Hymne „Auf uns“ hochleben. Professionell hielten beide den „Moment, der immer bleibt“ für die Ewigkeit fest.

Humorvoll bauten die drei Jahrgangsstufenleiter, die den Reigen der Reden eröffneten, das Gendersternchen zur korrekten Ansprache in ihre Rede ein. Vom Februar 2018, als sie den neuen Oberstufen-Jahrgang erstmals kennengelernt hatten, bis in die Coronazeit spannten sie den Bogen.

Der erste Eindruck sei sehr positiv gewesen. Auf den Brötchenverkauf, den die Stufe organisierte, lustige und verrückte Aktionen, die Einsatzbereitschaft der Schüler und vieles mehr gingen die drei Lehrer in ihrer gemeinsamen Rede ein. „Blickt nicht auf die schlechten Seiten dieser Zeit, sondern auf das Positive“, lautete ihr Rat. „Dass wir hier heute zusammensitzen, ist schon ein kleines Wunder“, bekannte Schulleiter Frank Bisterfeld. „Vor vier Wochen hätte das keiner für möglich gehalten.“

Das vergangene Jahr sei ein Jahr von Einschränkungen, Verboten und Verzicht gewesen. Auf den Schulalltag in Zeiten von Corona, Hygienevorschriften, Masken und Tests ging er ein. Zum Nachdenken gab er den Schülern ein Zitat von Barak Obama mit auf den Weg. „Veränderung wird nicht kommen, wenn wir auf eine andere Person oder auf eine andere Zeit warten. Wir sind die, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, nach der wir suchen“, zitierte er. „Behaltet die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Zeit, wenn ihr eure Zukunft gestaltet.“ Mit Stichworten wie Solidarität, Wertschätzung, Engagement, Disziplin, Bescheidenheit, Gelassenheit und Geduld brachte er den Jahrgang in Verbindung. „Ihr müsst die Augen auf die Zukunft richten. In der Zukunft geschieht die Veränderung.“

Die Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule

Die Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule
Die Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule
Die Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule
Die Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule
Die Abiturienten der Adolf-Reichwein-Gesamtschule

Als Vertreterin des Jahrgangs sprach Luise Weber zu Eltern, Lehrern und Mitschülern. Corona habe viel Kraft und Durchhaltevermögen gefordert. „Die Pandemie hat die Verbindung zu den Lehrern enorm gestärkt“, hob sie dennoch Positives hervor. „Wir sind der Coronajahrgang, aber darauf können wir doppelt stolz sein.“

Zehn Schüler mit einem Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma – darunter zwei mit dem ultimativen Schnitt von 1,0 – fanden bei der Zeugnisvergabe besondere Erwähnung. Ebenso diejenigen, die sich anderweitig – im Sanitätsdienst oder durch Erwerb eines international anerkannten Sprachenzertifikats – hervorgetan hatten. Sehr emotional und persönlich geriet der Dank der Schüler an ihre Lehrer, insbesondere an „Jahrgangsmami“ Hiltrud Fox.

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