Bauaufsicht der Stadt bisher nichts bekannt

Haus an Kölner Straße einsturzgefährdet

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Die Schäden sind besonders an der Rückfront unübersehbar. Das Haus an der Kölner Straße 25 ist einsturzgefährdet.

Lüdenscheid - Schon rein äußerlich macht das Gebäude an der Kölner Straße nicht mehr viel her. Die Farbe des Hauses Nummer 25 blättert ab. Dass es sich um eine reine Schrottimmobilie handelt, wird erst an der Rückfront sichtbar.

Das Dach ist zum Teil eingestürzt, an der Fassade hängt ein kleines Schild mit der Aufschrift „Einsturzgefahr Betreten verboten!“

Der Bauaufsicht der Stadt Lüdenscheid ist bis dato nichts bekannt. „Mitunter bekommen wir schon mal Hinweise aus der Nachbarschaft, wenn der Zustand eines Gebäudes verwahrlost und baufällig ist. Aber in diesem Fall liegt uns nichts vor“, sagte Stadtpressesprecherin Marit Schulte. Wann der letzte Bewohner die Haustür abgeschlossen hat, ist nicht bekannt.

Tatsächlich ist rund um das „Geisterhaus“ auch nichts abgesperrt. Ab und an parken Autos auf dem Hinterhof, der frei zugänglich ist. Wer das Gefahrenschild angebracht hat, kann die Stadt ebenfalls nicht sagen. „Von uns ist es jedenfalls nicht.“

Aus Richtung Südstraße, zwischen den Gebäuden der Seniorenresidenz Reseda/Lutea hindurch, offenbart sich an der Rückfront das ganze Ausmaß: Das Dach ist teilweise eingestürzt und ermöglicht den Blick ins Obergeschoss.

Seit April 2014 gilt in Nordrhein-Westfalen das „Wohnungsaufsichtsgesetz“. Städtische Behörden können gegen Eigentümer vorgehen, wenn Häuser verwahrlosen. Das Gesetzesinitiative ging zwar auf die zum Teil besonders desolate Lage im Ruhrgebiet zurück, Schrottimmobilien sorgen aber auch im Märkischen Kreis, zum Beispiel in Altena, für Negativschlagzeilen. - be

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