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Schreck am Morgen: Frau entdeckt Riesen-Insekt mit langem Stachel im Schlafzimmer

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Von: Jan Schmitz

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Schlafzimmer (Symbolbild). © picture alliance / dpa

Lüdenscheid - Schreck beim Bettenmachen am Morgen: In ihrem Schlafzimmer hat eine Frau aus Lüdenscheid ein ihr unbekanntes Riesen-Insekt mit langem Stachel entdeckt. Ihr erster Gedanke: "Ich wollte es nur noch loswerden!"

Am Mittwochmorgen zog Marie Luise Reininghaus die Betten ab, als ihr im Augenwinkel etwas Grünes an der Gardine im Schlafzimmer auffiel. Am Hinterleib hatte es einen langen Stachel. 

Nachdem der erste Schreck überstanden war, schaute sie sich das Tier genauer an. "Dass es sich um eine Heuschrecke handelt, war mir sofort klar. Eine solch große habe ich aber noch nie gesehen", sagt die Lüdenscheiderin.

Sie schätzte die Größe des Insekts auf acht Zentimeter. Ihr erster Gedanke: "Ich wollte es nur noch loswerden!" Mit dem Bettlaken holte sie die Riesen-Heuschrecke von der Gardine. Anschließend hing das Tier mit seinen Widerhaken an den Beinen dummerweise am Bettlaken fest. 

Am Fenster stehend, schüttelte Marie Luise Reininghaus schließlich mit aller Kraft das Bettlaken - so lange, bis sich das Insekt gelöst hatte und in die Freiheit entflog. Die Lüdenscheiderin fragt sich nun, um was für ein Tier es sich handelt. Sie hat mit dem Smartphone mehrere Fotos gemacht. 

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Das Insekt hing an der Gardine im Schlafzimmer. © Reininghaus

Die Recherche ergibt: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich um ein Tettigonia viridissima, ein Großes Heupferd (auch Grünes Heupferd genannt). Die auch in Deutschland verbreitete Art gehört zu den größten Heuschrecken Mitteleuropas. 

Weibchen erreichen eine Körperlänge (ohne Fühler) von 4,2 Zentimetern, wirken durch Fühler und Stachel aber wesentlich größer. Ab Mitte Juli sind sie laut Nabu regelmäßig in großen Gärten anzutreffen und zu hören. Die Tiere haben große Flügel und sind so ausgesprochen mobil. 

Der vermeintliche Stachel ist übrigens völlig ungefährlich. Es handelt sich dabei um einen Ovipositor - einen Legebohrer, über den das Weibchen ihre Eier ablegt.

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Marie Luise Reininghaus fotografierte die Heuschrecke auf dem Bettlaken. © Reininghaus

So oder so will Marie Luise Reininghaus dem Heupferd nicht mehr begegnen, zumindest nicht in ihrem Schlafzimmer. "Ab jetzt werde ich das Fenster immer geschlossen halten", hat sich die Lüdenscheiderin geschworen. Auf den (Heu-)Schreck hätte sie gut verzichten können. 

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