Altstadtbühne ein Vorreiter seit den 80er Jahren

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Gemütlich ist die Altstadt, und sie birgt noch viel Potenzial.

Lüdenscheid - Das Werbekonzept für die Altstadt, das Anfang der 80er Jahre unter Leitung von Peter Wistinghausen aus den Reihen der Altstadtbühne entwickelt wurde, hat kaum etwas an Aktualität verloren. Im Rahmen der Bemühungen für einen attraktivere Stadtkern – Stichwort: Integriertes Handlungskonzept Altstadt – gewinnt es daher wieder an Bedeutung.

Darauf weist Joachim Morlinghaus hin: „Da haben Sie ja damals schon viel Richtiges vorgeschlagen“, bescheinigte Reinhart Richter von der Richter Beratung, der die Stadt bei der Erstellung des Konzept unterstützt, den Verfassern. Die Altstadtbühne nimmt quasi im Nachhinein eine Art Vorreiterrolle ein.

Unter der Überschrift „Werbung für die Altstadt“ hatten die Verfasser damals die beiden Schwerpunkte „Information“ und „Veranstaltungen, die Lüdenscheider Bürger wegen ihrer Attraktivität in die Altstadt ziehen“ herausgestellt. So schlugen sie vor, dass die Stadt einen Sonderprospekt Altstadt erstelle. Zudem sollte eine Beschilderung installiert werden, die auch ortsunkundige Besucher in die Altstadt leite – zum Beispiel von der Wilhelmstraße in die Straßen weisend, die in die Altstadt führen.

Außerdem kam die Idee auf, eine periodisch erscheinende Broschüre auf die Beine zu stellen, die aus einem redaktionellen Teil mit Geschichten aus der Altstadt und einem Anzeigenteil bestehen könnte. Zwei Glasvitrinen – auf dem Sternplatz und der Oberen Wilhelmstraße – könnten zusätzlich Hinweise auf Geschäfte, Gaststätten und Ankündigungen von Veranstaltungen enthalten.

„Aus eigener Erfahrung empfehlen wir die Führungen durch die Altstadt unter sachkundiger Leitung“, heißt es weiter. Die tieferen Erkenntnisse, die dabei gewonnen werden, schafften nicht selten ein Gefühl der Identifikation. „Aufkleber sind noch immer ,in’, Als Motiv müsste daher ein Altstadt-Symbol entworfen werden, das auch in allen Publikationen zu sehen sein sollte“, schlagen die Altstadtbühnen-Verfasser vor.

Ein Altstadtfest im Mai jeden Jahres, ein monatlicher Trödel- und Antiquitätenmarkt, ein Fotowettbewerb „Altstadt-Szenen“, Biergärten in den Sommermonaten sowie sonntägliche Platzkonzerte könnten als Veranstaltungen, die in die Atmosphäre der Altstadt passen und sie aufwerten, umgesetzt werden. Ideen genug, die auch im aktuellen Konzept noch ihren Platz finden könnten. - von Martin Messy

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