„Schönes Zeichen“

Erstmals gemeinsamer Abi-Sturm der drei Gymnasien geplant

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So feierten die Abiturienten des BGL im vergangenen Jahr – in diesem Sommer könnte es erstmals einen gemeinsamen Abi-Sturm aller drei Lüdenscheider Gymnasien geben.

Lüdenscheid - Wenn alles klappt, ein Termin gefunden wird und alle Auflagen erfüllt werden, dann könnte es in diesem Jahr erstmals einen gemeinsamen Abi-Sturm der drei Lüdenscheider Gymnasien geben. „Die Überlegungen sind da, die Planungen laufen jedoch noch“, bestätigten die Schulleiter auf Anfrage.

Damit würden die Lüdenscheider Schüler ihre Kooperation, die es im Bereich des Unterrichts bereits gibt, noch einmal unterstreichen – und damit – wenn auch zufällig – zugleich ein Zeichen setzen gegen den derzeitigen „Abi-Krieg“, den es in einigen Städten unter rivalisierenden Gymnasien gibt. Nach Informationen unserer Zeitung seien zunächst Aktionen an den einzelnen Schulen geplant, bevor dann ein gemeinsamer Zug in Richtung Innenstadt starten soll.

Michaela Knaupe, derzeitige Schulleiterin am Geschwister-Scholl-Gymnasium, kann die Überlegungen nur begrüßen: „Ich weiß, dass ein gemeinsamer Sturm angedacht ist und hoffe, dass es auch klappt.“ Auch Dieter Utsch, Schulleiter des Bergstadt-Gymnasiums, wertet eine gemeinsame Aktion der Abiturienten als „schönes Zeichen“. „Das würde mich sehr freuen.“

„Nicht gegeneinander, sondern miteinander – das wäre doch ein starkes Signal“, unterstützt auch Sebastian Wagemeyer, Schulleiter des Zeppelin-Gymnasiums, die Pläne der Schüler. „Das wäre eine tolle Sache – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der derzeitigen Negativ-Schlagzeilen von Köln.“ Auch wenn die Pläne lange vor den Vorfällen geschmiedet wurden, so sei dies doch ein „schöner Zufall“.

Schwierigkeiten könnte es möglicherweise mit der Terminfindung geben, denn: „Zeitgleich laufen die Spiele der Fußball-Europameisterschaft und damit die Public Viewings im Rosengarten“, weiß Utsch. So sei laut Wagemeyer ein zunächst ins Auge gefasster Termin verworfen worden, weil am Abend sowohl Deutschland als auch die Türkei spielen würden. „Aber die Schulen stehen in Gesprächen mit der Stadt und der Polizei“, wissen die Schulleiter.

Und auch Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski bestätigt: „Wir wissen um die Problematik, haben bislang aber immer eine Lösung hinbekommen.“

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