Ben Schöneberg schwärmt für freiwilliges soziales Jahr

Ben Schöneberg mit Wohnheim-Leiterin Traude Rittinghaus.

LÜDENSCHEID ▪ Ben Schöneberg weiß jetzt ganz genau, dass er auf dem richtigen Weg ist. „Ich war vorher unsicher, wie meine berufliche Perspektive aussehen könnte.

Jetzt aber habe ich schon großflächig 20 bis 30 Bewerbungen um einen Studienplatz für Sozialarbeit verschickt und hoffe, zum Start des Wintersemester einen zu bekommen“, sagt der 20-Jährige. Die Chancen dürften sehr gut sein, denn der junge Mann wird Ende August sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Wohnheim des Amalie-Sieveking-Hauses abgeschlossen haben und schwärmt von den guten und intensiven Erfahrungen, die er im Team unter Leiterin Traude Rittinghaus gemacht hat: „Das ist ein tolles Team. Auch wenn ich einmal einen Fehler gemacht habe, sind alle damit sehr tolerant und hilfsbereit umgegangen.“ Aber so viele Fehler können das gar nicht gewesen sein, denn Traude Rittinghaus ist begeistert von seinem Engagement: „Herr Schöneberg ist mit Leib und Seele bei der Sache und ich kann ihm Brief und Siegel geben, dass er geeignet ist für den Beruf.“

In Früh-, Tages- und Spätschicht hilft der FSJler den Männern und Frauen in besonderen sozialen Schwierigkeiten bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, Einkäufen, Umzügen in dezentrale Wohnungen, bei Antragsstellungen und Behördengängen. Auch bei Einzelgesprächen der Sozialpädagogen aus dem Wohnheim-Team war er dabei: „Anfangs hatte ich ein wenig scheu. Doch dann habe ich immer mehr festgestellt, dass hinter den Betroffenen sensible und freundliche Menschen stecken, die Hilfe benötigen. Sie haben ein Recht auf Unterstützung. Außerdem besteht für jeden Menschen die Gefahr, in einer schwierigen Lebensphase abzustürzen“, schildert Ben Schöneberg seine Eindrücke.

Das Diakonische Werk Rheinland/Westfalen ist Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres. In vier großen Blockseminaren und an zehn einzelnen Seminartagen werden Grundlagen sozialer Arbeit, aber auch gesellschaftliche und politische Themen vertieft. „Ich habe dort viele kennengelernt, die ebenfalls im sozialen Bereich arbeiten. Das war sehr bereichernd. Ich kann nur jedem raten, ein freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren, um sich zu orientieren und einen Einblick in die Praxis zu bekommen“, bilanziert Ben Schöneberg, der selbst aus einer Pfarrersfamilie in Werdohl-Pungelscheid kommt. „Meine vier Schwestern machen aber alles was ganz anderes. Das war also nicht vorgegeben“, schmunzelt er.

Traude Rittinghaus hört das alles sehr gerne. „Wir haben im Wohnheim zwei Plätze für Interessierte, die ein freiwilliges soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst absolvieren möchten. Sie können sich bei mir unter 0 23 51 /3 61 05 21 melden.“ Das Wohnheim verfügt über 40 Plätze, die in je 20 zentrale und dezentrale Wohnungen aufgeteilt sind.

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