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Schock-Anrufe im MK: Ihre Tochter hat einen tödlichen Unfall verursacht

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Von: Leon Malte Cilsik

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Beratungstelefone in Corona-Zeiten gefragt
Am Dienstagabend gab es mehrere Anrufe der „falschen“ Polizei. © Sebastian Gollnow

Vermehrt kam es in Lüdenscheid zu Anrufen der „falschen“ Polizei. Auch wenn die Betrüger keine Beute machten, warnt die echte Polizei weiter vor der Masche.

Lüdenscheid - Die „falsche“ Polizei hat am Dienstagabend wieder einmal im Lüdenscheider Telefonbuch nach Opfern gesucht. Im Laufe des Abends oder am folgenden Tag erstatten sieben Lüdenscheider Anzeige. Hinzu kommen zwei Anzeigen aus Kierspe. Das geht aus einem Bericht der echten Lüdenscheider Polizei hervor.

Die meisten der Betrüger erzählten die Lügengeschichte über eine festgenommen Einbrecher- oder Räuberbande, bei der ein Zettel mit dem Namen der nächsten Opfer gefunden worden sei. Bei dem anderen Anrufer sollte die Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht haben. Die britische Staatsanwaltschaft verlangte nun von der (angeblichen) Mutter eine Kaution. Einer anderen Seniorin wurde erzählt, ihr Sohn sei in einen Raubüberfall verwickelt. In keinem der bekannt gewordenen Fälle machten die Betrüger Beute.

Dennoch warnt die Polizei weiter vor den Telefon-Betrügern. Der beste Weg sei, sich erst gar nicht auf ein Gespräch einzulassen und einfach aufzulegen. Wer ganz sicher gehen will, der sollte auflegen, langsam bis fünf zählen (damit das Gespräch definitiv beendet ist) und dann seine örtliche Polizei oder die 110 anrufen.

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