Schnellere Versorgung: Sportklinik Hellersen will Wartezeiten verkürzen

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Dr. Joachim Hagenah, Chefarzt der Endoprothetik, und Dirk Burghaus vom Vorstand der Sportklinik Hellersen berichten über Neuerungen in den Ambulanzen.

Lüdenscheid - Kürzere Wartezeiten für Patienten, optimierte Behandlungsmöglichkeiten und die Weiterentwicklung einzelner Fachbereiche – die Sportklinik Hellersen hat in den vergangenen Monaten einige Veränderungen vorgenommen.

Vor allem der Bereich der Endoprothetik, also des Gelenkersatzes, soll weiter voran gebracht werden. „Es hat sich viel bewegt“, weiß Dirk Burghaus vom Vorstand der Sportklinik Hellersen. Damit meint er vor allem den Bereich der Ambulanzen. 

Dort hat die Klinik die Strukturen verändert und dadurch Wege für Patienten verkürzt, sagt Burghaus: „Die Krankenhausambulanz ist noch da, aber in anderer Form. Die Patienten werden jetzt direkt zu den passenden Ansprechpartnern und Spezialisten gebracht.“ Dadurch werde eine „Zwischenarztstufe“ übersprungen und unnötige Wartezeiten verkürzt. „Davon haben alle etwas – Mitarbeiter und Patienten“, sagt Dr. Joachim Hagenah, Chefarzt der Endoprothetik. 

Räumliche Veränderungen

Mit der neuen Struktur in der Ambulanz habe es auch räumliche Veränderungen gegeben, die Patienten warten seitdem direkt in den entsprechenden Abteilungen und nicht in einem allgemeinen Wartebereich. „Das ist für alle viel angenehmer.“ 

Und das soll nicht die einzige Veränderung bleiben: Der OP-Neubau gehe weiter voran, bisherige Schwierigkeiten seien weitestgehend beseitigt, sagt Burghaus. Und: „Wir suchen Personal für den Pflegebereich, und wir haben unseren Mitarbeiterbereich bei den Fachärzten aufgestockt.“ Einige neue Fachärzte seien hinzu- und einige nach einiger Zeit sogar zurückgekommen. 

Austausch zwischen Ärzten und Patienten

Einer von ihnen ist Oberarzt Bernd Irlenbusch, Facharzt für Orthopädie, Rheumatologie und Unfallchirurgie. Nachdem er bereits acht Jahre für die Sportklinik tätig war, ist er im Oktober nach einer rund sechsmonatigen Unterbrechung zurückgekehrt. Zwischenzeitlich war er in der Orthopädischen Universitätsklinik Frankfurt am Main tätig. 

Für die Orthopädie sei er eine Bereicherung, sagt Dr. Hagenah: „Es ist schön, wenn man jemanden hat, der im Bereich der Rheumatologie weitergebildet ist.“ Denn genau darum gehe es: einen besseren und intensiveren Austausch zwischen Ärzten und Patienten, gemeinsame Ursachenforschung zu betreiben und vor allem individuelle Behandlungsmöglichkeiten zu finden. 

"Spezialist für die Orthopädie"

„Das ist ein schönes Beispiel für die Spezialisierung, die wir anstreben“, betont Burghaus. Die Sportklinik solle kein Maximalversorger werden, sondern durch weitere Forschung und Entwicklung „der absolute Spezialist für die Orthopädie“. 

Einen hohen Erfahrungswert im Bereich des künstlichen Gelenkersatzes für Knie und Hüfte kann auch Dr. Hagenah vorweisen: Etwa 9.400 Operationen hat er an der Sportklinik seit 2004 durchgeführt, im Herbst des nächsten Jahres rechnet er damit, dass es 10.000 sein werden. „Das ist schon eine Nummer“, weiß er. Mit rund 800 künstlichen Knie- und Hüftprothesenoperationen jährlich sei die Endoprothetik die größte Abteilung für diesen Bereich im Märkischen Kreis.

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