Schnee-Monat: Wetter-Messung im MK zeigt überraschende Entwicklung

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Lüdenscheid – Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 3,3 Grad war der Januar 2020 in Lüdenscheid um 3,3 Grad wärmer als das langjährige Mittel (0,0 C), schreibt die Meteorologische Station am Staberg in ihrem monatlichen Witterungsbericht.

Bei der Betrachtung der einzelnen Dekaden fällt auf, dass besonders die 1. Dekade (1.-10. Januar) und die 2. Dekade (11.-20. Januar) mit 4,0 Grad beziehungsweise 4,1 Grad deutlich zu warm waren. In der 3. Dekade (21.-31. Januar) war es dann mit 2,1 Grad zwar etwas kühler aber für einen Januar immer noch richtig mild. Am kältesten war es mit minus 3,4 Grad am 25. Januar. 

Die absolut tiefste Temperatur für einen Januar in Lüdenscheid von minus 21,2 Grad (27.01.1942) wurde damit natürlich deutlich verfehlt. Die Temperaturen werden in einer Höhe von zwei Metern gemessen. Direkt über dem Boden ist es meistens noch einiges kälter. 

Mit nur neun Frosttagen (Minimum <0 Grad) wurde das langjährige Mittel von knapp 19 Frosttagen deutlich unterschritten. Der eine Eistag (Maximum <0 Grad) liegt auch deutlich unter den durchschnittlich gut acht Eistagen. 

Am 31. Januar stieg die Temperatur mit 10,5 Grad auf den höchsten Wert im Monat an. Damit wurde die höchste in einem Januar gemessene Temperatur in Lüdenscheid von 12,6 Grad (5.1.1999) noch relativ deutlich verfehlt.

Die Sonne schien im Januar insgesamt 42,4 Stunden auf die Station im Zeppelin Gymnasium. Dies entspricht durchschnittlich 1,4 Stunden Sonnenschein pro Tag. Verglichen mit dem langjährigen Mittel (43,8 Stunden) sind das 97 Prozent. Nachdem sich die Sonne in der 1. Dekade durchschnittlich nur 1,1 Stunden am Lüdenscheider Himmel blicken ließ, gab es in der 2.- und 3. Dekade mit durchschnittlich je 1,5 Stunden etwas mehr Sonnenschein. Am 21. Januar schien die Sonne mit 8,2 Stunden am längsten. Es gab im vergangenen Januar insgesamt 16 Tage ohne Sonnenschein. 

Der Niederschlag lag mit 97,6 l/qm deutlich unter dem langjährigen Mittel von 120,7 l/qm (81 Prozent). Der Niederschlag verteilte sich auf 22 Tage (langjähriges Mittel 22,2 Tage). Davon gab es 17 Tage mit mehr als 1,0 l/qm (15,9 Tage) und drei Tage mit mehr als 10,0 l/qm (3,9 Tage). 

Aufgrund der hohen Temperaturen fiel an nur einem Tag der Niederschlag als Schnee (8 Prozent des Durchschnitts von knapp 13 Tagen). Eine erwähnenswerte Schneedecke verzeichneten die Wetterbeobachter nicht. 

Am 9. Januar fiel mit 17,7 l/qm die größte Menge des Monats auf Lüdenscheid. Dieses Tagesmaximum ist für einen Lüdenscheider Januar eher niedrig. Die bisher höchste gemessene Niederschlagsmenge wurde am 11.1.1993 mit 49,5 l/qm registriert. 

Der vergangene Januar war mit 3,0 Beaufort etwas weniger windig als üblich (2,9 Beaufort). Die Windgeschwindigkeit erreichte am 29. Januar mit knapp 81 km/h (=9 Beaufort) ihren größten Wert! An sieben Tagen erreichte der Wind Sturmstärke (>=8 Beaufort) – im langjährigen Durchschnitt gibt es sonst an knapp acht Tagen Sturm. 

Der Wind wehte diesen Januar überwiegend aus den Richtungen Südwest (59 Prozent) und Süd (16 Prozent). Die anderen Richtungen waren nur mit weniger als 8 Prozent vertreten. Der Grad der Bewölkung erreichte 103 Prozent des langjährigen Mittels.

Nebel registrierten die Wetterbeobachter an sieben Tagen – Gewitter gar nicht (langjähriges Mittel 11,3 Nebeltage und 0,7 Tage mit Gewitter). 

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Januar viel zu warm war und der Schnee deshalb ausblieb. 

MSL

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