Unfälle mit Blechschäden

Schnee im MK: Starker Schneefall in Lüdenscheid - Wetterwarnung bis 18 Uhr

schnee lüdenscheid
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Bis zum Nachmittag herrschte in Lüdenscheid ein dichtes Schneetreiben.

Im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt wurden am Dienstag Autofahrer im Märkischen Kreis. Schnee und Glätte schränkte den Verkehr ein. Pendler mussten und müssen viel Geduld haben - vor allem auf der A 45.

Update vom 7. April, 15.55 Uhr: Es schneit und schneit und schneit - zumindest in Lüdenscheid. Seit den Mittagsstunden hat der Schneefall in der Bergstadt massiv zugenommen, doch die Verkehrslage ist entspannt. „Es gab lediglich einen Blechschaden ohne Verletzten zu verzeichnen“, erklärte Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski auf Nachfrage unserer Redaktion. Zudem stecke ein LKW an der Autobahnausfahrt Lüdenscheid-Nord fest. Generell sei die Verkehrslage aber entspannt, sagte Boronowski. Die Wetterwarnung gilt noch bis 18 Uhr.

Update vom 7. April, 10.26 Uhr: Im Berufsverkehr kam es am Mittwochmorgen kreisweit zu einigen witterungsbedingten Unfällen. Wie die Pressesprecher Dietmar Boronowski auf Anfrage mitteilte, krachte es insgesamt 15 Mal. Allerdings sei es immer bei Blechschäden geblieben. „Bei den Unfällen wurde niemand verletzt“, betonte Boronowski.

Ursprungsmeldung: Schnee im Märkischen Kreis - Chaos auf der A45 und den Ausweichstraßen

Zwischenzeitig gesperrt werden musste in den Morgenstunden der Höhenweg (L655) als Hauptverbindungsstraße zwischen Lüdenscheid und Werdohl. Auch dort hatte es einen glättebedingten Unfall gegeben. Inzwischen hat die Polizei die Sperrung aber aufgehoben. Der Verkehr kann wieder uneingeschränkt rollen.

Update vom 7. April, 9.22 Uhr: Es schneit weiter, doch die Lage ist entspannter. Der Stau auf der A45 hat sich jedoch erst heute morgen um 4 Uhr aufgelöst. Viele Lkws kamen ins Rutschen.

Märkischer Kreis - Noch um kurz vor 8 Uhr quälten sich nicht wenige Autofahrer schlingernd das Sauerfeld in Lüdenscheid hoch. Auf der Fahrbahn eine äußerst glitschige Schicht aus zuvor festgefahrenem, dann angetautem, recht feuchtem Schnee.

Die größten Probleme gab es auf der Autobahn. Von der A45 wurden am Morgen mehrere Verkehrsunfälle und Gefahrenstellen gemeldet. „Bei starkem Schneefall und Graupelschauern hatten besonders die Lkw Probleme“, so Kristine Purschke von der Pressestelle der Autobahnpolizei. „Die Behinderungen ziehen sich wahrscheinlich über eine längere Zeit.“ Gegen 9 Uhr war die Sauerlandlinie ein einziger Stau. Zwischen Dortmund und Gießen mussten Autofahrer zwei Stunden mehr Fahrtzeit einplanen.

Ursache seien unter anderem die vorherrschenden Temperaturen um die 0 Grad Celsius. „Die Kollegen kämpfen sich derzeit von Einsatz zu Einsatz.“

Massive Verkehrsstörungen auf den Bundesstraßen

Massive Verkehrsstörungen gab es auch auf den Bundesstraßen. Besonders betroffen ist die B229 in Halver-Eichholz. „Die Straße ist komplett gesperrt, die Fahrzeuge stehen, nichts geht vor und nichts zurück“, so Polizeisprecher Jens Naumann. Von Chaos könne man nicht ausgehen, aber es habe schon einige Blechschäden gegeben. In Meinerzhagen landete ein Auto auf dem Dach, nachdem der Fahrer auf eisglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte.

Chaos in Halver - innerorts und außerorts

Auf der Bundesstraße 229 im Bereich Oeckinghausen ging morgens auf einmal gar nichts mehr, weil sich in Richtung Eichholz Lkw quergestellt hatten. „Die Straße ist komplett gesperrt, die Fahrzeuge stehen, nichts geht vor und nichts zurück“, so Polizeisprecher Jens Naumann am Vormittag. Ebenfalls dicht war die Landesstraße 528 im Bereich Hürxtal. Zuständig fürs Räumen und Salzen ist dort der Landesbetrieb Straßen.NRW.

Doch auch innerörtlich gab’s ein Problem. Der Baubetriebshof war nicht in Bereitschaft. Erst um 7 Uhr rollte der Räumeinsatz in Halver an und musste sich die Straßen mit den Berufspendlern teilen, während es immer wieder in Schauern heftig schneite. Was an Schnee herunterkam, war damit sofort festgefahren. Am Vormittag war das Gröbste allerdings abgeräumt. In kleinen Wohnstraßen und in den Außenbereichen dauerte der Einsatz allerdings zu diesem Zeitpunkt noch an.

Arbeitsreicher Morgen für die Polizei

Für die Polizeiwache in Halver bedeutete der unerwartete Schneeeinbruch einen arbeitsreichen Morgen, weil der Einzugsbereich von Brügge über Schalksmühle bis Halver reicht. Personenschäden verzeichneten die Beamten nicht, allerdings wurden sie zu sechs Unfällen mit Sachschäden gerufen, davon drei in Schalksmühle, zwei in Halver und einer in Brügge.

Schnee in der Halveraner Innenstadt.

Der STL ist in Lüdenscheid seit 3 Uhr unterwegs, die Räumfahrzeuge hatten die Straßen freigemacht, und zwar „blitzeblank“, sagt Andreas Fritz, stellvertretender Werkleiter. Die Straßen waren also gut vorbereitet, hätte nicht zwischen 6 und 7 Uhr noch einmal heftiger Schneefall eingesetzt. Mit einem Mal sei dann alles wieder weiß gewesen. Zudem handelte es sich um recht feuchten Schnee, der dann wieder leicht vereise, so Fritz.

„Durch das Salz, das wir in den frühen Morgestunden gestreut hatten, hat sich die Situation etwas entschärft.“ Gegen 9 Uhr war die zweite Runde immer noch draußen. Die Gründe für Verkehrsstörungen lägen, so vermutet Fritz, aber bei den Autofahrern, die zu früh wieder mit Sommerreifen fahren. Kritisch sei die Lage an den Ampelanlagen, wo die Fahrzeuge bremsen und wieder anfahren. Der Berufsverkehr war dann aber doch nicht so chaotisch wie befürchtet, Fritz führt das auf die Osterferien zurück und auf den Lockdown.

„Viele Busse der Haupt-Stadtlinien stehen“, berichtete die MVG-Leitstelle. Schnee und Straßenglätte sorgten im Busverkehr für Störungen im Ablauf, besonders bei den Linien 41 und 42.  

Navis führen Autos über K4: Stau auf „falscher“ Ausweichroute

Das Chaos auf der Autobahn wirkt sich auch auf die Ausweichstrecken aus. „Das Problem ist, dass die Navis die Leute alle über die K4 schicken, die ist komplett zu“, sagt Robin Scherbarth, Leiter der Straßenmeisterei Herscheid. Die Strecke über die K4, die unter anderem über Schürfelde und durch den westlichen Teil des Ebbe auf Meinerzhagener Gebiet führt und in Breddershaus herauskommt, sei nicht als Ausweichstrecke geeignet. Die eigentliche Ausweichstrecke führt über L696 und L707 über die Nordhelle. Diese werde von Lkw auch überwiegend genutzt, für die die K4 zu schmal sei. „Aber die Pkw verstopfen die K4 komplett“, so Scherbarth. Im Laufe des Dienstagvormittags löste sich der Stau auf der K4 allerdings auf.

Der Schnee kurz nach Ostern hat die Straßenmeisterei in seiner Heftigkeit überrascht, allerdings nicht unvorbereitet getroffen. „Vor allem die Mengen sind überraschend.“ Mit einem Wintereinbruch, habe man gerechnet, mit einem, vielleicht auch zwei Schneeschauern. „Aber wir haben nicht damit gerechnet, dass es so viel wird. Hier liegen teilweise 15 Zentimeter.“

Die Straßenmeisterei habe schnell reagieren können, sei mit zehn Fahrzeugen und zwölf Mitarbeitern im Einsatz. „Die Unimogs waren noch nicht abgerüstet und die Lkw ließen sich in zehn Minuten wieder aufrüsten“, erklärt Scherbarth. Bei den Unternehmern, die die Straßenmeisterei im Winterdienst unterstützen, habe die Aufrüstung dagegen teilweise etwas länger gedauert.

Etwas komplett Außergewöhnliches sei der Wintereinbruch im April zwar nicht, sagt Scherbarth. Auch Ende April habe er schon Schneefall erlebt. „Aber so einen dollen Einbruch nicht.“

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