Schneckenhaus: „Ampel auf Grün“

Fürsprecher: Harald Bräcker.

LÜDENSCHEID ▪ Die Ampel für den Umbau des Industriedenkmals „Hesse & Jäger“ in ein Vereinszentrum der Turbo-Schnecken Lüdenscheid steht seit gestern auf Grün: Ohne Enthaltung und ohne Gegenstimme erteilten die Mitglieder des größten Lüdenscheider Sportvereins ihrem Vorstand im Rahmen der Jahreshauptversammlung in der Aula des Geschwister-Scholl-Gymnasiums den Auftrag, das Projekt „unter den geschilderten Rahmenbedingungen zu realisieren.“

Diese Rahmenbedingungen hatten vorher die Beirats-Mitglieder Harald Bräcker und Architekt Ernst Uhing dargestellt: Fürs Projekt – Gesamt-Finanzvolumen: drei Millionen Euro – stehen den Turbo-Schnecken 1,7 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung. 1,2 Millionen vom Land NRW, 300 000 Euro von der Stadt Lüdenscheid und jeweils 100 000 Euro von der Deutschen Stiftung für Denkmalpflege und der NRW-Stiftung für Denkmalschutz.

Der Verein hatte ursprünglich 900 000 Euro selbst aufbringen wollen. Diese Summe wird nun nicht ausreichen. 400 000 Euro fehlen. Trotzdem warben Bräcker und Uhing dafür, das Projekt anzugehen. Mit Hilfe der Gründung eines Fördervereins, der Teilnahme an Wettbewerben und zudem mit einem Ideenwettbewerb wollen die Turbo-Schnecken weitere Gelder für ihr neues Schneckenhaus aquirieren. „Wichtig ist, dass wir komplett aus der Zweckbindung heraus sind“, stellte Harald Bräcker fest. Das heißt: Die Schnecken könnten das Haus nach 20 Jahren auch fremdvermarkten. Ein wichtiger Faktor in der Risiko-Beurteilung.

Gebaut werden soll in dem Industrie-Denkmal „Haus in Haus“: In den denkmalgeschützten Hallen werden moderne Sport- und Vereinsräume entstehen. Zur Ausstattung des Gesamtprojektes (1900 Quadratmeter Fläche) sollen neben Kurs- und Seminarräumen auch ein Bistro als Treffpunkt für die Schnecken, Umkleide- und Duschräume, Geschäftsstelle und Hausmeister-Wohnung entstehen. Fest vorgesehen sind eigene Spinning-, Kinderbetreuungs- und geräteunterstützte Präventions-Bereiche. Mit Hilfe dieser Möglichkeiten wollen sich die Turbo-Schnecken fit machen für die Zukunft, wollen zu anderen Zeiten (z.B. vormittags) neue Formate für andere Zielgruppen anbieten. Geplant ist, dass das neue Schneckenhaus Ende 2012, Anfang 2013 den Betrieb aufnehmen soll ▪ tm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare