Kirchenvorstand St. Medardus und Kita-Zweckverband tagen

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Der Betrieb der Kita St. Hedwig soll im Sommer 2018 eingestellt werden.

Lüdenscheid - Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Medardus hat am Donnerstag mit Vertretern des Kita-Zweckverbandes des Bistums Essen nicht-öffentlich zum Thema Schließung der katholischen Kita St. Hedwig getagt. Dabei forderte der Vorstand mehr Transparenz und Mitspracherecht.

Im Gespräch mit der Redaktion sagten Pfarrer und 1. Vorsitzender des Kirchenvorstands Andreas Rose sowie der 2. Vorsitzende Hans-Joachim Waibel und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Markus Geisbauer am Freitag, sie hätten ihren Unmut über die Art und Weise der Kommunikation zum Ausdruck gebracht.

Kirchenvorstand will mehr einbezogen werden

„Wir wussten zwar, dass es irgendwann zu Veränderungen kommen würde, aber mussten aus der Presse erfahren, dass die Kita im Sommer 2018 auslaufen wird“, sagte Waibel.

Der Kirchenvorstand habe im Gespräch mit vier Vertretern des Kita-Zweckverbandes – darunter Geschäftsführer Peter Wenzel – den Wunsch geäußert, in Zukunft mehr und früher einbezogen zu werden.

Kita-Zweckverband bedauert Ablauf

Wie Rose, Waibel und Geisbauer wiedergaben und der Kita-Zweckverband auf Nachfrage bestätigte, bedauert der Zweckverband den Ablauf der Kommunikation zur Schließung der Kita. Peter Wenzel ließ durch Kommunikationsreferentin Sarah Mayer mitteilen, die Situation habe gezeigt, dass in Zukunft mehr Austausch erforderlich sei.

Der Kirchenvorstand erklärte zum Hintergrund, dass die Pfarrei generell wenig Handlungsspielraum habe und bloß die Gebäude zur Verfügung stelle sowie die pastorale Betreuung der sieben katholischen Kitas in Lüdenscheid übernehme.

Angst vor weiteren Schließungen 

In der Kita St. Hedwig, so der Kirchenvorstand, habe es in der Vergangenheit einen folgenschweren Wasserschaden gegeben. Um die Kita zu erhalten, würde über kurz oder lang eine Sanierung, wenn nicht sogar ein Neubau fällig: geschätzte Kosten 750 000 Euro. Auch deshalb habe sich der Träger sicherlich entschieden, die Kita auslaufen zu lassen.

Geisbauer sagte, es sei Spekulation, aber als Konsequenz der sich verschlechternden finanziellen Situation des Kita-Zweckverbandes fürchte man weitere Schließungen.

Dazu teilte der Zweckverband mit, dass, sollte es dazu kommen, davon nach heutigem Stand aber nicht erneut Lüdenscheid betroffen sein werde.

Auswirkungen für Lüdenscheid noch unklar

Welche Probleme sich in Bezug auf Kita-Plätze in Lüdenscheid ergeben werden, dazu konnte Ursula Speckenbach, Fachdienstleiterin für den Bereich Kindertageseinrichtungen im Lüdenscheider Jugendamt, noch nichts sagen. „Wir müssen ein Gespräch mit dem Zweckverband in der kommenden Woche abwarten.“

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