Um welche Schlange handelt es sich

Schlangenbiss-Behandlung am Klinikum - Antiserum kommt per Heli

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Rettungshubschrauber (Symbolbild).

Die heimischen Schlangenarten sind zwar nicht giftig, dennoch gibt es für Kreuzotter und Aspisviper ein Antiserum - auch Antivenin genannt. Im Klinikum Hellersen ist man vorbereitet. 

Auch für Bisse exotischer Schlangen. Für nahezu jede bekannte Giftschlangen-Art wird in Deutschland ein Gegengift bereitgehalten. In Lüdenscheid wird zwar kein Antiserum vorgehalten, sollte einmal ein Patient mit Biss einer Giftschlange in die Notaufnahme kommen, gibt es jedoch einen standardisierten Ablauf, wie Markus Bald, Leiter der Notaufnahme am Klinikum Lüdenscheid, erklärt.

Dabei wird der Patient (oder die Begleitperson) zunächst befragt, wann es zu dem Biss gekommen ist, wie viel Zeit vergangen ist und um welche Schlangenart es sich handelt. Dann berät sich das Team der Notaufnahme umgehend mit der Giftnotrufzentrale in Bonn und bestellt im Falle einer Notwendigkeit der Antiserumbehandlung das Antivenin bei einem der vier großen Notfalldepots in Deutschland, die Antisera vorhalten.

Das Depot organisiert dann den Transport des Antiserums und fliegt dieses mit einem Hubschrauber in das Klinikum. Für die Region Westfalen-Lippe gibt es ein Notfalldepot in Münster-Hiltrup. Bis zur Ankunft des Serums wird die Bisswunde versorgt und die Vitalfunktionen des Patienten werden überprüft sowie eine Blut- und Urinprobe entnommen.

Das sind die Schlangen im MK

Darüber hinaus müssen verschiedene Symptome, die in Folge eines Bisses auftreten können, nach Bedarf behandelt werden. Dazu zählen zum Beispiel Schmerzen an der Bissstelle sowie Kreislauf- oder Atemprobleme. 

Nach Applikation des Gegengiftes würde dann eine Verlegung auf die Intensivstation erfolgen. Markus Bald ist seit 2009 Leiter der Notaufnahme am Klinikum Lüdenscheid. Den Biss einer Giftschlange musste er seitdem noch nicht behandeln.

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