Bei Schlagerparty „brennt die Bude“

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Sängerin Sylvia Marten schrieb selbst während ihres Auftrittes noch Autogramme.

Lüdenscheid ▪ In bester Feierlaune präsentierten sich die Besucher der integrativen Schlagerparty der Lebenshilfe im Festzentrum Hohe Steinert. Die Stimmung war schon zu Beginn der Veranstaltung auf dem Siedepunkt.

Viele Menschen mit und ohne Behinderungen feierten zusammen, schunkelten und tanzten zur Musik.

Kaum war die Halle geöffnet, strömten mehrere Hundert Schlagerfans am Freitag zur Party. Die Lebenshilfe hatte ihre Bewohner aus allen möglichen Einrichtungen zur Steinert geholt, damit keiner diesen musikalischen Höhepunkt verpasste. Und zwar nicht nur aus Lüdenscheid und Umgebung: 40 Personen kamen allein aus Hamm, weitere 15 aus der Waldheimat in Rönsahl. Das Netzwerk Diakonie hatte 20 behinderte Menschen aus Iserlohn geholt, zudem kamen Gäste aus Dortmund und Unna.

Fotogalerie zur Schlagerparty:

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Die tolle Partystimmung lobte auch Bürgermeister Dieter Dzewas, der es sich nicht nehmen ließ, mit der Sammelbüchse für die Einrichtung in Wigginghausen Geld einzutreiben. Zwischen Einlass und offizieller Eröffnung durch Moderator Uwe Hübner begeisterte der Lüdenscheider Zauberkünstler Arnd Clever sein Publikum mit StandUp-Magie sowie CloseUp-Zauberei. „Ich weiß nicht, wie er es macht, aber er macht es saugut“, lobte Hübner, Rundfunk- und Fernsehmoderator und Botschafter der Lebenshilfe NRW. Als Vorband trat die Combo „Schwerter Operettenbühne“ auf, die Hits der 60er- und 70er-Jahre coverten. Dann sorgten bekannte Stars wie die in Lüdenscheid geborene Jeannine, Sylvia Martens, Tommy Walter, Andy Andress und Michael Fischer für ausgelassene Stimmung. Dabei gab es neben bekannten Texten und Stücken der neuen Alben auch jede Menge Autogramme. Die Künstler ließen sich ganz ohne Berührungsängste feiern. Sylvia Martens gab der feiernden Meute nicht nur einen lieben Händedruck, sondern auch ihr Lebensmotto: „Nicht aufgeben“ mit auf den Weg. „Hier brennt die Bude“ freute sich Andy Andress über die gute Stimmung.

Zwischen den Auftritten der Künstler heizte ein äußerst gut gelaunter DJ Tommy Gnatowski den Gästen mit Partymusik ein. Hinter den Kulissen wirkten viele ehrenamtliche Helfer der Lebenshilfe und des BSV. „Wir reden nicht nur über Inklusion, wir praktizieren sie. Wo sonst können Vorurteile und Berührungsängste besser abgebaut werden, als bei solch einer gelungenen Veranstaltung?“, fragte Rolf Wille. Große Begeisterung bei Initiatoren und Ideengebern: Birgit Kording freute sich den ganzen Abend darüber, wie begeistert sich gerade die behinderten Menschen der Musik hingaben: „Volltreffer – Das Konzept ist voll aufgegangen.“ Für Rolf Linnepe war schnell klar: „Das ist nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen.“ ▪ cg

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