Schirrmann-Realschule: Unbekannte zerstören Schüler-Projekt

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Bislang unbekannte Täter wüteten während der Ferien auf dem Schulhof der Richard-Schirrmann-Realschule und richteten große Schäden an der neuen Sitzecke sowie dem Insektenhotel große Schäden an.

Lüdenscheid - Keine vier Wochen ist es her, dass die neue Sitzecke auf dem Schulhof der Richard-Schirrmann-Realschule sowie ein neues Insektenhotel eingeweiht wurden – nun wurden die Ergebnisse des Schülerprojektes schon wieder zerstört. Bislang unbekannte Täter wüteten während der Ferien auf dem Schulhof. Die Enttäuschung bei den Beteiligten ist groß.

Sich in der Gruppe treffen und Zeit miteinander verbringen – Schulhöfe sind auch nach Schulschluss ein beliebter Treffpunkt. So weit, so gut. Unschön wird es jedoch, wenn Dinge mutwillig zerstört werden. In der vergangenen Woche war die Richard-Schirrmann-Realschule das Ziel von bislang unbekannten Tätern: Sie hinterließen nicht nur unzählige Plastikbecher und sonstigen Müll, sondern zerstörten auch mutwillig ein sogenanntes Insektenhotel.

Das Ärgerliche: Die betroffene Sitzecke im unteren Bereich des Geländes war erst vor den Herbstferien von den Schülern neu gestaltet worden – im Rahmen einer Projektwoche und aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Schule. „Ich bin einerseits stinksauer, andererseits einfach nur traurig. Denn ich weiß, mit wie viel Engagement die Schüler bei der Sache waren“, erklärt Schulleiterin Daniela Schröder und verweist auf die offizielle Einweihung der Sitzecke vor den Ferien. 

Bei strahlendem Sonnenschein und im Beisein von Vertretern des Lions Clubs Lüdenscheid-Lennetal, der das Projekt finanziell unterstützt hatte, war der neugestaltete Außenbereich – unter anderem mit aufwendigen Mosaiken verziert – seiner Bestimmung übergeben worden. 

Zum Schulstart in dieser Woche bot sich Hausmeister Andreas Knoch dann ein trauriges Bild: Das Insektenhaus war komplett aus seiner Verankerung gerissen und samt Inhalt umgekippt worden. Neu bepflanzte Beete waren zertrampelt und die Sitzecke mit allerlei Müll verunstaltet worden. Kein schöner Anblick auch für die beteiligten Schüler, die sich eine Woche lang jahrgangsübergreifend mit der Verschönerung „ihres“ Schulhofes auseinandergesetzt hatten. 

Der Vorfall wurde nun zur Anzeige gebracht. Wie andere Vorfälle übrigens auch, verweist Schröder darauf, dass es bereits in der Vergangenheit – wie an anderen Schulen – immer mal wieder Spuren von Vandalismus und Vermüllung gegeben habe. Und auch einige Einbrüche mussten der Polizei in den vergangenen Monaten gemeldet werden. „Doch das war jetzt einfach noch eine andere Hausnummer.“ 

„Bei solchen Sachbeschädigungen hört der Spaß auf“, betont auch Polizeihauptkommissar Dirk Betzer, der als Bezirksbeamter in stetigem Kontakt mit der Schule steht. Gemeinsam mit Daniela Schröder möchte er auch die Anwohner sensibilisieren und ermutigen, die Polizei anzurufen, wenn sie etwas Auffälliges bemerken. „In solchen Fällen gilt immer: Lieber einmal zu viel anrufen.“

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