Schirrmann-Realschule beantragt Ganztagsbetrieb

LÜDENSCHEID ▪ „Ich verstehe uns als Dienstleister. Deshalb haben wir den Antrag gestellt, ab dem Schuljahr 2013/2014 in der Richard-Schirrmann-Realschule den gebundenen Ganztagsbetrieb einzuführen“, sagt Schulleiter Peter Wagener. „Der Bedarf ist da.“

Die Richard-Schirrmann-Realschule möchte im nächsten Jahr mit dem gebundenen Ganztagsbetrieb beginnen.

Die Schule erfülle damit einen „gesellschaftlichen Anspruch“, denn die Zahl der Kinder, die mittags nach der Schule Zuhause von den Eltern empfangen werden, sinke nun einmal. „Diesen veränderten Bedingungen stellen wir uns.“ In der Lehrerkonferenz waren nach Angaben Wageners mehr als zwei Drittel der Pädagogen für die Umstellung auf den Ganztagsbetrieb. In der Schulkonferenz, in der Lehrer, Eltern und Schülervertreter sitzen, stimmten 16 von 18 Mitgliedern zu. „Das ist doch ein breiter Rückhalt, der ja auch wichtig ist bei einer solchen Umstellung.“

Diesen Rückhalt kann der Schulleiter auch von der Stadt Lüdenscheid als Schulträger erwarten. Hermann Scharwächter, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, sagte am Freitag, die Verwaltung begrüße die Einrichtung des Ganztagsbetriebs, die auch gut in das Konzept der Schule passe. Beides – Antrag und Konzept – liegt dem Schulausschuss in seiner Sitzung am 6. November um 17.30 Uhr im Ratssaal vor.

Für die Einführung spricht auch, dass die räumlichen Voraussetzungen dafür bereits im Rahmen der Übermittagsbetreuung gegeben sind. „Die Gebäudesubstanz muss nicht erweitert werden“, sagt Peter Wagener. Die Ausstattung erfordere noch Investitionen. Doch das seien keine Unsummen. Darin sieht auch die Verwaltung kein Problem: Die Finanzierung sei aus dem laufenden Haushalt gewährleistet, heißt es in der Vorlage. Wird der gebundene Ganztag für die 616 Schüler genehmigt, erhält die Schule vom Land zudem im Laufe von sechs Jahren einen 20-prozentigen Lehrerstellenzuschlag – macht bei jetzt 30 Grundstellen sechs zusätzliche Stellen.

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