Schießen im Rosengarten: Kai Drewes regiert die LSG

LÜDENSCHEID ▪ Wenn die Öffentlichkeit nicht zu den Schützen kommt, dann kommen die Schützen halt in die Innenstadt. Und so fand am Samstag erstmalig das Königsschießen der LSG im Rosengarten statt – umrahmt von Musik, Moderation, Informationen und einer offenen Stadtmeisterschaft im Laser-Scheibenschießen.

Höhepunkt für die Uniformierten war erwartungsgemäß der Kleinkaliber-Kampf um die Königswürde. Aus 15 Metern Distanz feuerten die Bewerber Jobst Adams, Heinz Adam und Kai Drewes eine Stunde lang auf den Vogel, der im Brauhaus-Biergarten an dem Ausleger eines Baggers hing und sich als ungewöhnlich zäh erwies. Nach 132 Schuss entschied Kai Drewes den Wettbewerb gegen 18 Uhr für sich und regiert die Loher Schützen nun ein Jahr lang zusammen mit seiner Prinzessin Jessica Schulte. Die Insignien sicherten sich Ernst Peter Rövenstrunk (Krone), Tobias Isenberg (Apfel) und Dieter Winter (Zepter).

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LSG schießt am Samstag und Fackelzug

Zuvor hatte Fabienne Buschinski das Jungschützen-Königsschießen gegen Sebastian Isenberg für sich entschieden. Der künftige Prinz der Jungschützenkönigin hatte zuvor die Krone geschossen. Inga Sommer und Janina Buschinski errangen Apfel und Zepter.

So ungewöhnlich der Ort der Veranstaltung war, so neu auch das Rahmenprogramm. Statt zackiger Marschmusik erklangen in den Schießpausen rockige Klänge der Band „Nutrockers“. André Willems demonstrierte währenddessen in aller Ruhe, wie in akribischer Handarbeit ein Holzvogel entsteht, den die Schützen dann „zerlegen“ dürfen. Und Museumsleiter Dr. Eckard Trox moderierte das Geschehen, gespickt mit zahlreichen historischen Erzählungen.

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Schützenzug der LSG am Sonntag

Die Zuhörer und Zaungäste waren in erster Linie Schützen und ihre Angehörigen, die „normale“ Öffentlichkeit registrierte das Treiben eher am Rande. 15 Teilnehmer versuchten sich an der Laser-Schießanlage und bewarben sich um den offenen Stadtmeistertitel. Mit einem knappen Vorsprung von 46 von möglichen 50 Ringen hatte Kai Gintzel die Nase vorn und empfing aus den Händen von Martin Kornau die Trophäe.

Im Hintergrund waren dagegen Misstöne zu hören. Zwar hatte die LSG die Erlaubnis, einen Teil des Biergartens zu nutzen. Doch Brauherr Jörg Mehl und sein Geschäftsführer Bernd Birkenbeil waren dann doch überrascht über die Größe der Sicherheitszone rund um die Waffen. Die Absperrungen blockierten rund drei Viertel des Biergartens. Umsatzverluste und mangelnde Absprache dürften noch für Gesprächsbedarf zwischen Brauern und Schützen sorgen.

Fast pünktlich verließ die Schützengemeinde gegen 18.30 Uhr den Schauplatz und zog geschlossen zur Zelt-arena neben der Schützenhalle. Der Kommers mit Inthronisierung und Party dauerte bis in die Nacht.

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