„Geduld haben und zuhören können“

Wolff-Dieter Theissen, Margarete Rehm und Anke Sturm (v.l.) werben für das Schiedsamt.

Lüdenscheid - „Man lernt die Menschen kennen“, sagt Margarete Rehm und fasst damit ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsfrau zusammen, die sie Ende des Jahres nach acht Jahren beendet. Meistens seien es Nachbarschaftsstreitigkeiten gewesen, bei denen sie schlichtend eingriff, um eine Einigung zu erzielen.

„Geduld haben und zuhören können“, verrät sie die wichtigsten Eigenschaften für das Amt. „Und ich bin immer zu den Leuten gegangen, um vor Ort zu sehen, worum es geht.“ Wichtig sei es, beide Parteien an einen Tisch zu bekommen. Oft stelle sich im Gespräch heraus, dass die eigentlichen Streitigkeiten schon länger zurücklägen und ein aktueller Anlass dann das Fass zum überlaufen bringe. „Man steht übrigens nicht allein da, wenn man dieses Amt übernimmt“, sagt die 73-jährige Lüdenscheiderin. Der Bund für Schiedsleute hilft mit einem Ansprechpartner vor Ort, zweimal im Jahr stehen Fortbildungen an. Gesprächsführungsseminare, die zertifiziert werden, gibt es ebenfalls. Broschüren, die das Nachbarschaftsrecht erläutern, Gesetzestexte für Schiedsstellen und Neuerungen liegen immer bereit. Zudem erscheint monatlich eine Schiedsamts-Zeitung.

Das Rechtsamt sucht einen Schiedsmann/-frau als Nachfolger von Margarete Rehm. Auch Menschen mit Migrationshintergrund sind dazu aufgerufen. Wer das 30. Lebensjahr beendet hat und nicht älter als 70 ist, sollte eine formelle Bewerbung mit tabellarischem Lebenslauf bis zum 22. November im Rathaus abgeben. Weitere Fragen beantwortet Anke Sturm unter 0 23 51 /1 71 56 1.

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