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Schäden an Brücke: Für Abstandsgebot fehlen die Schilder

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Von: Leon Malte Cilsik

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Bisher steht nur ein Tempo 30 Schild auf der B229-Brücke in Brügge.
Bisher steht nur ein Tempo 30 Schild auf der B229-Brücke in Brügge. © Cornelius Popovici

Bereits seit Februar gilt auf der B229-Brücke über die Eisenbahnschienen in Brügge für Lkw eigentlich ein Abstandsgebot von 20 Metern. Doch können die Fahrer dies kaum wissen - denn vor Ort weist kein Schild darauf hin.

Lüdenscheid – Es sei eine reine Vorsichtsmaßnahme: Auf Wunsch von Straßen.NRW hat die Stadt Lüdenscheid auf der B229 im Brückenbereich über die Eisenbahnschienen in Brügge eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern und für Lkw ein Abstandsgebot von 20 Metern angeordnet. Grund hierfür war eine Einordnung der Brücke in die fünfte und damit schlechteste Stufe des Traglastindexes. Nur kann vor allem letzteres kaum eingehalten werden – denn vor Ort steht lediglich ein Tempo 30 Schild.

„Für das Abstandsgebot benötigen wir Schilder, die unsere Straßenmeistereien nicht ständig auf Lager haben“, erklärt Straßen.NRW-Sprecherin Julia Ollertz, „und da wir durch Rahmenverträge an bestimmte Dienstleister gebunden sind, müssen wir abwarten, bis diese die Schilder liefern.“ Materialmangel und Lieferprobleme führten aktuell zu Verzögerungen – Verzögerungen, die schon vier Monate anhalten.

Vier Monate Wartezeit für Verkehrszeichen

„Wir sind dem Wunsch von Straßen.NRW Anfang Februar direkt nachgekommen und haben die Anordnung erteilt“, sagt Stadt-Sprecherin Marit Schulte-Zakotnik. Danach habe es an Straßen.NRW gelegen, diese in Form der entsprechenden Schilder öffentlich sichtbar zu machen. „Hätten wir die Schilder vorrätig, wären sie natürlich auch schon im Februar aufgehangen worden“, bestätigt Ollertz. So sei das Tempo-30-Schild auch zeitnah angebracht worden, bevor es durch die zwischenzeitlichen Bauarbeiten wieder andere Verkehrsregeln gab und es erst kürzlich wieder an der vorgesehenen Stelle Platz fand.

Die Tatsache, dass das Abstandsgebot dadurch nun über vier Monate hinweg nicht beachtet und die Brücke somit weniger entlastet wurde als gewünscht, bereite bei Straßen.NRW aber niemandem große Sorgen: „Die Einstufung im Traglastindex zeigt lediglich, wie stark das Bauwerk vom heutigen Standard abweicht – nicht zwangsläufig, dass die Brücke marode oder kaputt ist.“ Wann zukünftig Handlungsbedarf besteht, zeige erst die Nachrechnung Ende des Jahres. „Nichtsdestotrotz wollen wir die Vorsichtsmaßnahme auch weiterhin umsetzen und bringen die Schilder an, sobald wir sie bekommen.“

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