Polizei klärt Identitäten der unbekannten Toten

[UPDATE 15 Uhr] LÜDENSCHEID/WERDOHL - Die Polizei hat die Identifizierung zweier unbekannter Toter im Stadtgebiet Lüdenscheid abgeschlossen. In beiden Fällen (Schädelfund und Zelt an der Autobahn) gibt es keinen Hinweis auf ein Gewaltverbrechen. Die Toten stammen aus Lüdenscheid und Werdohl.

Zum Leichenfund, den ein Trupp der Straßenmeisterei am Donnerstag in der Nähe der Autobahnauffahrt machte: Polizeisprecher Dietmar Boronowski sagte, es handele sich um einen 60-jährigen Mann aus Werdohl, der bis Anfang dieses Jahres offenbar ein „ganz normales bürgerliches Leben geführt“ habe und daraus plötzlich verschwunden sei.

Die Beschäftigten der Straßenmeisterei fanden den Toten, wie auch hier online berichtet, in einem kleinen Zelt, das hinter einer Schallschutzmauer aufgebaut war. Ein Fremdverschulden wird ausgeschlossen. Wie zu erfahren war, starb der Mann nach aktuellen Erkenntnissen der Rechtsmedizin an Unterkühlung und Mangelernährung. Er habe zuletzt nur noch 35 Kilogramm gewogen.

Symbolbild

Zum Toten, dessen Überreste Kinder am 17. September im Wald am Schäferland entdeckt haben: Bei den Überresten, so ergaben gerichtsmedizinische Untersuchungen sowie DNA-Abgleiche des Landeskriminalamtes (LKA), handelt es sich um einen 42-jährigen Lüdenscheider. Der Mann war 2009 plötzlich aus seinem Wohnumfeld verschwunden und nicht mehr aufgetaucht. Gründe für sein Verschwinden sind nicht bekannt.

Klar ist nach Angaben von Polizeisprecher Dietmar Boronowski, dass der 42-Jährige keinem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. Die Angehörigen seien verständigt, hieß es. - omo

Unser Video vom Leichenfund an der Autobahn:

Rubriklistenbild: © dpa

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