Rastplatz Sauerland-Ost: Chemikalie tritt aus

Lüdenscheid - Zu einem Chemie-Unfall ist am Sonntag die Feuerwehr um 9 Uhr mit vier Löschzügen ausgerückt. Am Rastplatz Sauerland-Ost war ein Lkw abgestellt und hatte über Nacht 20 bis 30 Liter des Stoffs Dioctylzinnoxid aus einem defekten 100-Liter-Fass verloren. Die ätzende, giftige, brennbare Flüssigkeit gilt als erhöht gesundheitsgefährdend und stellte vorerst eine Gefahr für Umwelt und Mensch dar.

Doch da sie über die Ladefläche ausschließlich auf den Asphalt gelang, konnte sie nicht versickern. Weil zunächst aber unklar war, um welchen Stoff es sich handelt, rief die Lüdenscheider Wehr einen Experten zur Hilfe. Matthias Herrmann, Leiter der Werksfeuerwehr der Iserlohner Firma Momentive, konnte die Chemikalie schließlich identifizieren. Diese änderte beim Austreten ihren Aggregatzustand von wässrig auf zähflüssig. Unter dem Einsatz von Chemieschutzkleidung und Atemschutz gelang es den Wehrleuten das Dioctylzinnoxid auf einer Fläche von zehn Quadratmetern abzubinden. Die Firma Lobbe wurde verständigt, um das defekte Fass, den Stoff und das Fahrzeug auf ihrem Betriebsgelände in Hagen sicherzustellen. Bei der Überführung halfen Feuerwehr und Polizei. Warum das Fass defekt war, ist bislang unklar. „Das Fahrzeug war korrekt abgestellt, fest steht nur, dass der Behälter beschädigt war“, sagte Einsatzleiter Rainer Link. Der Rastplatz war für sechs Stunden voll gesperrt. - lima

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