Sauerland-Center wird Asylunterkunft

Das Sauerland-Center soll Platz für 200 Asylbewerber bieten.

Lüdenscheid - Die Verwaltung will das Sauerland-Center als zusätzliche Unterkunft für Asylbewerber nutzen. Im nicht-öffentlichen Teil der Hauptausschuss-Sitzung informierten Beigeordneter Thomas Ruschin und Bürgermeister Dieter Dzewas am Montagabend die Ratsparteien über die Pläne, die mehrheitlich akzeptiert wurden.

Danach bietet das Gebäude auf sechs Etagen Platz für etwa 200 Menschen. Die nötigen Umbaukosten, um zum Beispiel den erforderlichen Brandschutzmaßnahmen Rechnung zu tragen und notwendige Heizungs- und Sanitärarbeiten durchzuführen, belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro. An die dänische Eigentümerin des Sauerland-Centers zahlt die Stadt circa 96 000 Euro Miete pro Jahr.

Thomas Ruschin hatte zuvor im öffentlichen Teil der Sitzung die Begründung dafür geliefert, warum diese zusätzlichen Kapazitäten erforderlich sind. Nach den Zuweisungen von Flüchtlingen für die Notunterkunft in der Hermann-Gmeiner-Schule war die Stadt zunächst von der Bezirksregierung Arnsberg von weiteren Zuweisungen befreit worden. „Durch den dramatischen Flüchtlingsstrom ist die Befreiung aber beendet, und uns werden seit zwei Wochen wieder Asylbewerber zugewiesen. In der ersten Woche waren es 30, in der zweiten Woche 50 Menschen. Es ist zwar schwierig, eine geeignete Datenbasis für die künftige Entwicklung zu erstellen. Aber wir haben vier Szenarien erstellt und daraus unseres Erachtens nach vernünftige Erwägungen gezogen, wonach wir bis 2019 insgesamt 1139 statt zunächst kalkulierte 990 Plätze für Asylbewerber zur Verfügung stellen müssen.“ Bericht folgt

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