Ungeliebte Immobilie wiederbelebt

Sauerland-Center: Investor hat letzte Etage übergeben - Mieter gesucht

Fassade eines Hochhauses
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Die Bar „en-plo“ im Sauerland-Center hat einen Betreiber – ist jedoch wie alle Kneipen derzeit wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Die Wiederbelebung der ungeliebten Immobilie in 1b-Lage der Innenstadt war für Investor Musa Arisoy ein Kraftakt. Doch der Unternehmer hat sich als Spezialist für komplizierte Projekte erwiesen. Die Sanierung des Sauerland-Centers ist zügiger über die Bühne gegangen als geplant.

Lüdenscheid - Statt im ersten Quartal 2021 ist der Hauptmieter – das Jobcenter Märkischer Kreis – bereits in dieser Woche mit seiner Lüdenscheider Dienststelle eingezogen. Gestern Morgen hat Arisoy die letzte der sieben Etagen im Turm an die Behörde übergeben.

Es bleibt dennoch eine Menge zu erledigen. Die für Passanten und Autofahrer augenfälligste Maßnahme wird die Neugestaltung der Fassade. „Eigentlich“, sagt der Investor im LN-Gespräch, „wollten wir die Fassade parallel zum Innenausbau fertigstellen.“

Fassadenbau am Sauerland-Center Lüdenscheid ab Frühjahr

Doch die behördliche Baugenehmigung für die Glaselemente, die dem Hochhaus ein völlig neues Gesicht verpassen sollen, sei erst vor zwei Wochen gekommen. Das sei keine Kritik an der Stadtverwaltung „Ich bin mit der Zusammenarbeit mit den Ämtern und den Sachbearbeitern sehr zufrieden.“

Im Winter könne die Fassade wegen des Wetters jedoch nicht gebaut werden. „Wir werden wahrscheinlich im März damit anfangen.“

Die Gaststätte „en-plo“ hat nicht nur ihren Namen behalten, sondern nun auch einen Wirt. Doch der musste seinen Laden wegen Corona gleich wieder schließen.

Für die Geschäftsflächen in den unteren Geschossen hat Musa Arisoy nach eigenen Worten bereits mehrere Interessenten gefunden und erste Gespräche geführt. Weitere Anfragen lägen vor. „Aber das Wichtigste war erstmal, die Flächen für das Jobcenter fertig zu kriegen.“ Dessen Beschäftigte nutzen die Tiefgarage, die ebenfalls saniert ist.

Dass die Bauarbeiten schneller erledigt waren als geplant, darüber wundert sich Musa Arisoy selbst ein wenig. „Es war wegen der Corona-Pandemie zeitweise nämlich ziemlich schwierig, Materialien pünktlich auf die Baustelle geliefert zu bekommen.“

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