MVG sauer: Bald keine Busse mehr auf dem Knapp?

Um die Linie 40 auf der Knapper Straße zu halten, will die Stadt jetzt die einengenden Hochbeete abbauen lassen und die Park-Kontrollen noch weiter verschärfen.

LÜDENSCHEID ▪ Die MVG will nicht mehr über die Knapper Straße fahren, sondern nur noch über die Weststraße. Den druckfrischen Antrag des Unternehmens trug Fachbereichsleiter Martin Bärwolf am Abend im Bau- und Verkehrsausschuss vor.

Die Stadtverwaltung, sagte Bärwolf, lehne das Ansinnen ab, auch wenn sie den Grund dafür nachvollziehen könne: Trotz verschärfter Kontrollen werden Busse der MVG auf dem engen Knapp immer wieder von parkenden Autos gestoppt. Die Politiker im Ausschuss schlossen sich dem Nein der Stadt uneingeschränkt an.

Denn, wie Bärwolf weiter ausführte: Würden die Busse der Linie 40 künftig nur noch auf der Weststraße halten, müssten Fußgänger die steilen Wege hinauf zum Knapp nehmen. Und: Zentrale Anlaufstellen wie AOK, Rathaus, Wochenmarkt oder Hauptpost würden nicht mehr direkt angefahren.

Mit einem schlichten Nein sei es allerdings nicht getan, erläuterte Bärwolf weiter. Die MVG habe trotz der verstärkten Kontrollen durch das Ordnungsamt der Stadt in den letzten Monaten keine Verbesserung der Lage feststellen können. „Lässt sich der blockierende Falschparker nicht schnell ermitteln, müssen Ersatzwagen eingesetzt werden, und der Unmut bei den Fahrgästen ist groß.“

Um wirksam Abhilfe zu schaffen, werde man sich vor allem über die vielen Hochbeete an der Knapper Straße unterhalten müssen, die sie als Verkehrsader einengen. Außerdem habe sich die Stadt diejenigen Parkplätze genau anzusehen, an denen schräg stehende Autos den Busverkehr besonders oft lahm legen. Neue Parkflächen an Stelle der abzubauenden Hochbeete soll es daher auf keinen Fall geben, antwortete Bärwolf auf eine Nachfrage des Ratsmitglieds Peter Biernadzki. Eher sei an Tiefbeete zu denken, die den Bussen noch Rangiermöglichkeiten eröffnen. Der Verwaltung lägen dazu auch Anfragen von Anliegern vor, die sich an einem Abbau der Hochbeete beteiligen würden. An diesen sei obendrein ärgerlich, dass sie hohe Kosten für die Unterhaltung verursachten.

Im übrigen setzt die Stadt auf die künftig höheren Bußgelder für Falschparker, die konsequent anzuwenden seien. Für die Altstadt hatte Biernadzki zuvor noch gefordert, dass auch häufiger als heute abgeschleppt werden müsse, statt nur Knöllchen zu verteilen, die mancher Zeitgenosse eher achselzuckend in Kauf nehme.

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