Das war’s

Der satirische Wochenrückblick

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Lüdenscheid - "Das war's: Der satirische Wochenrückblick" - Mit spitzer Feder werfen wir an dieser Stelle wieder einen Blick zurück auf die vergangene Woche.

Samstag, 14. November: In Lüdenscheid findet eine „Internationale Weinmesse“ statt. Das passt. Im Angesicht der bevorstehenden Haushalts-Einbringung für 2016 hat man ja wirklich nichts zu lachen. Fragen Sie mal den Kämmerer. 

Sonntag, 15. November: Jetzt aber Schluss mit den Kalauern! Die Lage ist schließlich wirklich ernst. So ernst, dass aus Ersparnisgründen gleich mal die Stadtstreife abgeschafft wird. Die betroffenen Mitarbeiter sollen aber immerhin weiter bei der Stadtverwaltung beschäftigt bleiben. Das ist ihnen zu gönnen. Und die Ersparnis liegt dann darin, dass keine neuen Uniformjacken mehr gekauft werden müssen? 

Montag, 16. November: Anderthalb Jahre nach Gründung der Kunststiftung Lüdenscheid wollen die Grünen gern wissen, was eigentlich daraus geworden ist und ob es gar Zustiftungen gegeben habe. Zur Erinnerung: Seinerzeit hatte der Rat nicht gerade einstimmig beschlossen, 100.000 städtische Euro beizusteuern. Man hatte es ja. Aber was soll jetzt dieses böse Nachbohren der Grünen? Als ob Stadt und Stiftung uns Normalsterblichen gegenüber Rechenschaft schuldig wären! 

Dienstag, 17. November: In einem Schreiben der Nordkreis-Elite-Uni Bits an die LN heißt es tatsächlich im schönsten Pluralis Iserlohnensis: „... sende ich Ihnen Info’s...“. Naja. Wer an der Bits studiert, will wahrscheinlich sowieso nicht unbedingt Deutschlehrer werden. Da verdient man nicht genug Euro’s. 

Mittwoch, 18. November: 30.000 Euro für die Schulsozialarbeit müssen bei einem Etat von weit über 180 Millionen Euro doch irgendwo herauszuquetschen sein. Meint CDU-Vormann Oliver Fröhling und ist ganz heftig gegen die geplanten Kürzungen. Klingt ein bisschen wie „Scheißegal, Karl-Otto, bring noch ‘ne Runde! Irgendeiner wird schon bezahlen.“ Was soll’s? Oliver Fröhling hat heute Geburtstag, und da wird er sich doch wohl noch was wünschen dürfen. Herzlichen Glückwunsch! 

Donnerstag, 19. November: Immerhin. Theoretisch ist sie fertig – die Brücke, die mal über die Gleise am Bahnhof führen soll. Praktisch allerdings schwingt sie noch so stark, dass sie bestenfalls als Phänomenta-Experiment zu gebrauchen ist. Ich ahne schon, dass die Ostrock-Band Karat den Lüdenscheidern pünktlich zum Stadtjubiläum 2018 eine Neuversion ihres alten Hits schenken wird: „Über sieben Brücken musst du geh’n, nur die Bahnhofsbrücke wird nie steh’n.“ 

Freitag, 20. November: Nie, STL, machst du irgendwas mal so richtig richtig. Jetzt trennst du, weil’s der Gesetzgeber vorschreibt, also endlich auch Bio- und Grünabfälle. Wäre ja auch noch schöner, so eine gemeinsame Verklappung. Und kostet uns Gebührenzahler nur schlappe 80.000 Euro im Jahr. Aber, STL, willst du den Veganern unter uns wirklich zumuten, dass Gemüse und Eierschalen weiterhin gemeinsam entsorgt werden? Ein Skandal, woll!?

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