Das war's

Der satirische Wochenrückblick

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Lüdenscheid - Auch in dieser Woche blicken wir – mit einem Augenzwinkern, aber auch einmal zornig – auf Ereignisse der vergangenen Tage zurück:

Samstag, 23. Januar: Das Nahversorgungszentrum an der Kölner Straße mit Aldi und Rewe-Markt soll durch Neubauten gestärkt werden. Wenn die Parkplätze dort ähnlich intelligent geplant und von der Stadt bewilligt werden wie an der Bräuckenstraße, dann freuen sich zumindest die heimischen Kfz-Werkstätten. Denn dort scheppert’s ja fast täglich. 

Sonntag, 24. Januar: Natürlich wird die Politik letzten Endes dafür stimmen, auch in diesem Jahr vier verkaufsoffene Sonntage in Lüdenscheid durchzuführen. Die Klügeren unter den Bergstädtern meiden an diesen Tagen ohnehin die City so wie der Düsseldorfer das Glas Kölsch. Aber die darbende Bevölkerung der umliegenden Bergdörfer will doch auch mal bespaßt werden. 

Montag, 25. Januar: 20 sogenannte Bahnwohnungen in Brügge würden sich sehr gut zur Unterbringung von Flüchtlingen eignen. Doch sie bleiben weiter unbewohnt. Wer einziehen will, muss nämlich – so wurde es in grauer Vorzeit beschlossen – Mitglied der Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft sein. Da kennt die Bahn kein Pardon. Und eher werden Züge pünktlich verkehren als dass es hier eine Änderung gibt. 

Dienstag, 26. Januar: Grandios sind wieder einmal die Erfolge der Herscheider Jäger bei der Fuchsjagd. Bei hohem Schnee, so weiß der Waidmann, kommt Meister Reinecke nicht so gut an die Mäuse, und ihm knurrt der Magen. Also lässt er sich locken. Von den Jägern. Diese ahmen nämlich, steht allen Ernstes in den LN, „das Wispern der Mäuse und die klagenden Lautäußerungen eines verletzten Hasen nach“. Ach, ihr mauswispernden und hasenklagenden Grünröcke – jetzt weiß ich endlich, warum „Jagdschein“ mehr als nur eine Bedeutung hat. 

Mittwoch, 27. Januar: Es sei den Leuten nicht zu vermitteln, meint die Lüdenscheider CDU, weshalb einerseits Steuern und Gebühren erhöht und andererseits Zuschüsse an Vereine gestrichen werden sollen. Vielleicht, weil die Stadt bis über beide Ohren verschuldet ist? Oh bitte, man hilft doch gern. 

Donnerstag, 28. Januar: Apropos Steuern. Mehr als 6000 Einwendungen gibt’s gegen die geplante Erhöhung der Grundsteuer B von 470 auf 750 Punkte. Die Politik wird reagieren. Und sich am Ende auf vielleicht 695 Punkte verständigen. Damit kommt man dem Bürger entgegen. Und der kleine Kniff mit der „Sollbruchstelle 750“ hat funktioniert. 

Freitag, 29. Januar: Ach ja: Von einer Hallennutzungsgebühr für Sportvereine nimmt die Politik jetzt wieder Abstand. Und auch bei der Förderung der Bildungschancen an Grundschulen gibt’s keine Kürzungen. Gegenfinanzierung? Was ist das? Das lässt nur zwei Schlüsse zu. Entweder ist in Lüdenscheid plötzlich der Wohlstand ausgebrochen. Oder jetzt ist wirklich schon alles egal.

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