Das war's

Der satirische Wochenrückblick

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Lüdenscheid - "Das war's: Der satirische Wochenrückblick": Mit spitzer Feder werfen wir an dieser Stelle wieder einen Blick zurück auf die vergangene Woche.

Samstag, 16. Januar: Unbekannte schmeißen auf der Oenekinger Straße mehrere Gullydeckel in Vorgärten. Kompliment, Herrschaften! Ihr habt’s ja ganz schön in den Armen. Und auch nur da. 

Sonntag, 17. Januar: Andreas Rose, der neue Pfarrer von St. Medardus, ist bekennender Schalke-04-Fan. Und das ist auch gut so. Ganz ohne göttlichen Beistand werden’s die Blauen wohl nie zu Meister-Ehren bringen. 

Montag, 18. Januar: Sag mal, Bund der Steuerzahler. Du hast bundesweit noch nicht einmal 300.000 Mitglieder. Und das auch nur, weil du fleißig mit Versicherungsgesellschaften kooperierst, die für dich Neuzugänge kobern. In Deutschland gibt es aber allein rund 43 Millionen Erwerbstätige. Du repräsentierst also nicht einmal ein Prozent von uns – ganz zu schweigen davon, dass letztlich ja praktisch jeder der 80 Millionen Deutschen Steuern entrichtet. Und jetzt sag mir bitte, du Halbprozent-Häufchen, mit welchem Recht du dich Bund d e r Steuerzahler nennst. Wenn du wirklich glaubst, für uns sprechen und dich in die hiesige Kommunalpolitik einmischen zu dürfen, dann darf das auch der ADAC. Der hat in Lüdenscheid bedeutend mehr Mitglieder als du. 

Dienstag, 19. Januar: SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Voß meint, wenn Bürger jetzt gegen eine Erhöhung der Grundsteuer B seien, dann sollten sie bitteschön auch sagen, wo die Stadt denn überhaupt noch sparen könne. Protest-Initiator Dirk Löber findet das unerhört. Es reicht ja auch völlig, dagegen zu sein. Wer zahlt schon gerne Steuern? Schließen wir halt das Kulturhaus. 

Mittwoch, 20. Januar: Recht romantische Vorstellungen scheint der eine oder andere Oberbrügger von den Gepflogenheiten im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel zu haben. Da nehme man den Oberbrüggern doch tatsächlich mit der Aldi-Schließung einen „wichtigen Begegnungsort“ weg. Und das alles sei ja wohl „Kapitalismus pur“. Ja – was denn sonst? 

Donnerstag, 21. Januar: Bei einem Einbruch in Herscheid wird ein Opel mit französischem Kennzeichen gesichtet. Da sieht man’s wieder! Der Franzose passt eben einfach nicht in unser Land. Er hat einen anderen kulturellen Hintergrund als wir. Er baggert unsere Frauen an, isst Frösche, weigert sich aber aus fadenscheinigen religiösen Gründen, Potthucke zu sich zu nehmen. Seine eigenen Frauen ziehen sich zudem so ganz anders an als unsere. So wird das nichts mit der Integration. Ich fordere einen sofortigen Aufnahmestopp für Franzosen, die Schließung der Grenzen zu unserem Nachbarland und Razzien in allen Auffanglagern. 

Freitag, 22. Januar: Schenkelklopfend sitzen Landrat Thomas Gemke und sein Sprecher Hendrik Klein zusammen. Da hat die Kölner Stadtverwaltung doch tatsächlich die Stirn, landesweit dringend um personelle Unterstützung für den Ordnungsdienst während der Karnevalszeit zu bitten. Hendrik Klein: „Wir nehmen es mal mit Heiterkeit zur Kenntnis.“ Ist schon interessant, mit welch sonnig-schlichtem Gemüt der Kreis regiert wird. Die wahren Jecken sitzen eben nicht am Rhein, sondern an der Heedfelder Straße. Völlig anders reagiert übrigens Lüdenscheids Beigeordneter Thomas Ruschin. Er schickt Hilfe in die Domstadt. Und zeigt den Komikern aus dem Kreishaus damit, was man unter Solidarität versteht.

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