Das war's: 

Der satirische Wochenrückblick

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Lüdenscheid - "Das war's: Der satirische Wochenrückblick": Mit spitzer Feder werfen wir an dieser Stelle wieder einen Blick zurück auf die vergangene Woche.

Samstag, 12. März: Seit mehr als einem Jahr versuchen irgendwelche Experten, die Zellen in der Lüdenscheider Polizeiwache zu sanieren. Während dieser Zeit leiden die Polizisten unter penetrantem Baulärm und müssen ihre Gefangenen in Nachbarstädte kutschieren. Den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW als Eigentümer des Gebäudes kratzt das alles nicht. Was so richtige Bürokraten sind – die fürchten im Zweifelsfall eben eher die Arbeit als die Polizei.

Sonntag, 13. März: Heute bin ich auf einem dieser Frühlingsbasare. Was es da nicht alles gibt: Gehäkeltes hier, Getöpfertes dort, Gebatiktes, Gestricktes, Gebackenes und Gekochtes. Wenn ich lange genug suche, finde ich sicher endlich auch die gefilzten Mülleimer.

Montag, 14. März: Die Einzelhändler der Alt- und Oberstadt fühlen sich „völlig abgehängt“ von dem Einkaufstrubel rund um das Stern-Center. Dabei würden sie doch auch so gern ein bisschen was verkaufen. Aber wie sollen wir eigentlich bei jemandem einkaufen, dessen Ladentüren schon am frühen Samstagnachmittag verschlossen sind?

Dienstag, 15. März: Die Regionalräte aus Arnsberg, Münster und Detmold beschließen, dass das Münsterland, Südwestfalen und Ostwestfalen ab sofort eine „Wachstumsregion“ sind. So einfach ist das? Dann kann der FC Schalke 04 ja auch endlich beschließen, Deutscher Fußballmeister zu sein.

Mittwoch, 16. März: Ausgerechnet Wirtschaftsprüfer und ein Jurist jener Kanzlei, die seit Jahren die Enervie-Jahresabschlüsse geprüft und abgenickt hat, sollen jetzt im Auftrag des Enervie-Aufsichtsrats ermitteln. Und zwar, ob der Vorstand des Hagener Energieversorgers denn in der Vergangenheit sauber gearbeitet hat. Und siehe: Das wahrlich überraschende Ergebnis lautet „Juristisch ist alles in Ordnung!“ Ich bin ja nur ein kleiner, dummer Laie. Aber eins frage ich mich doch: Was erwartet man eigentlich vom Bock, wenn man ihn in den Garten lässt?

Donnerstag, 17. März: Bei einem Hundezirkus-Gastspiel auf der Hohen Steinert darf man für erstaunliche 49 Euro „Unterwasserfotos“ seines eigenen Vierbeiners machen lassen. Toll! Der sparsame Sauerländer kann’s billiger: Eimer Wasser auf den Königspudel, fertig! Aber vor lauter Lachen nicht das Fotografieren vergessen, woll!?

Freitag, 18. März: Und dann ist da noch Michael Thomas-Lienkämper von der hiesigen Linkspartei. In einer Stellungnahme zu den Wahlerfolgen der Dummdeutschen-Partei AfD schreibt er: „Rhetorisches Draufhauen ist hier nicht angezeigt“. Um gleich darauf loszuledern: „Wir können nicht zulassen, dass sich das politische Unkraut bei uns weiter ausbreitet“. Jetzt mag ich mir lieber nicht mehr vorstellen, wie das aussieht, wenn der gute Mann rhetorisch draufhaut.

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