Das war's: 

Der satirische Wochenrückblick

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Lüdenscheid - "Das war's: Der satirische Wochenrückblick": Mit spitzer Feder werfen wir an dieser Stelle wieder einen Blick zurück auf die vergangene Woche.

Samstag, 9. April: Sogar einen Toilettensitz finden die freiwilligen Helfer der Aktion „Sauberes Lüdenscheid“ in der hiesigen Botanik. Welches A...-loch den wohl weggeschmissen hat? 

Sonntag, 10. April: Schon vor einem Vierteljahr hätte der Umbau des Postgebäudes zu „The Gate“ beginnen können. Allerdings fehlt immer noch die städtische Genehmigung für das Baustellenschild. Zu schwer sei das Schild und sowieso viel zu werblich gestaltet, heißt es aus dem Rathaus. Genau so stelle ich mir aktive Unterstützung und Hilfestellung für Investoren in Lüdenscheid vor. Und ich beginne allmählich, Peek & Cloppenburg Abbitte zu leisten. Die sind eben nicht so wahnsinnig, sich mit den hiesigen Bauverhinderungsbehörden einzulassen. 

Montag, 11. April: Anna Ermakova, bekannt als Tochter Boris Beckers, ist immer noch Single, kann sich aber eine Beziehung „durchaus vorstellen“. Berichten die LN. Das Kind ist zwar schon 16, sollte die Hoffnung aber noch nicht aufgeben. Wenn Anna nach ihrem Papa gerät, wird sich in irgendeiner Besenkammer schon was Passendes für sie finden. 

Dienstag, 12. April: Die Lüdenscheider Schützengesellschaft hat kein Geld für den Unterhalt ihres Schießstandes. Natürlich könnte sie mit den Bürgerschützen reden, um deren Anlage mitzubenutzen. Aber eher wird wohl ein Moslem im Kölner Dom beten, als dass diese beiden Vereine in ihrer zunehmenden Bedeutungslosigkeit aufeinander zugehen. Und am Ende gar fusionieren.

Mittwoch, 13. April: Der Lüdenscheider CDU-Vorständler René Pickard verbreitet via Facebook ein leicht abgewandeltes besonders mieses Lied aus der Neonazi-Szene. Statt nach Auschwitz will er für die Fans des FC Schalke 04 eine U-Bahn zum Terror-Schauplatz Brüssel fahren lassen. Im Nachhinein bedauert der 40-jährige Rechtsanwalt das und bittet um Entschuldigung. Er stehe, so schreibt er, ja sowieso „fest auf dem Fundament des Grundgesetzes“ und rechtes Gedankengut liege ihm ganz fern. Aha. Aber nur wenn das Glas gefüllt ist, kann man auch aus ihm trinken, woll!?

Donnerstag, 14. April: Die Stadt Lüdenscheid hat dem Vorgänger des Mercure-Hotels bereits im Jahr 1972 den Bau von 140 Parkplätzen versprochen – und nur 98 gebaut. Mit bewundernswerter Tapferkeit und unter unmenschlichen Opfern haben die jeweiligen Hotel-Leitungen diesen menschenunwürdigen Zustand bis heute hingenommen. Dabei war die Not ja sicherlich riesig. Erst jetzt pocht der Mercure-Chef auf sein verbrieftes Recht. Die Gelegenheit ist eben einfach zu günstig, weil man den Lüdenscheider Tennis-Verein, der mit der ganzen Angelegenheit wirklich nur sehr indirekt zu tun hat, als Geisel nehmen kann. 

Freitag, 15. April: Und dann sind da noch (schon seit langem) die kilometerlangen Zäune und (seit einiger Zeit) auch noch Stacheldraht und fies anzusehende „mobile Absperrgitter“ im Naturschutzgebiet Stilleking. Privilegierte dürfen dort derweil ab und an ein Heckrind erlegen, während die Panzerhallen weiter – entgegen allen Selbstverpflichtungen des Naturschutzzentrums MK – höchst naturbelassen vor sich hingammeln. Die Natur muss eben geschützt werden – auch vor so manchen Naturschützern.

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