Das war's

Der satirische Wochenrückblick

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Lüdenscheid - "Das war's: Der satirische Wochenrückblick": Mit spitzer Feder werfen wir an dieser Stelle wieder einen Blick zurück auf die vergangene Woche.

Samstag, 20. Juni: Freitagabend AOK-Firmenlauf, Sonntag Autofreies Volmetal: Nicht wenige ehren- und hauptamtliche Helfer sind gleich an beiden Tagen im Einsatz. Das macht ihren Job nicht gerade unstressiger. Aber was soll’s: Terminabsprachen der Veranstalter untereinander sind eben nur was für Schwächlinge.

Sonntag, 21. Juni: Apropos Schwächlinge: Ziemlich rabiat reagieren manche Radfahrer beim Autofreien Volmetal darauf, dass es doch tatsächlich Menschen gibt, die gemütlich über die B 54 schlendern und an den zahlreichen Ständen verweilen wollen. Die Volldampf-Pedaleure in ihren bunten Hemdchen und neckischen engen Höschen wollen eine Rennstrecke und sonst nix. Sie haben halt ordentlich was in den Waden. Und nur dort.

Montag, 22. Juni: Jens Voß und Jens Holzrichter, die Fraktionschefs von SPD und CDU, können stolz auf sich sein. Endlich findet sich im Stadtrat eine Mehrheit für den Bebauungsplan Neuenhofer Straße. Man muss halt nur so lange abstimmen lassen, bis es passt. Eine Demokratie lebt schließlich von Abstimmungen. Ergo: Je mehr Abstimmungen, desto mehr Demokratie. Zu Ehren der Erfinder heißt dieses Verfahren ab sofort „jensen“. Und wer so tiefendemokratisch gut jenst, der empfiehlt sich für höhere Aufgaben. Wird da nicht gerade ein Job bei der Fifa frei?

Dienstag, 23. Juni: Die Naturwissenschaftliche Vereinigung lädt zu einer vogelkundlichen Wanderung im Raum Schloss Neuenhof ein. Noch geht das. Noch gibt’s dort Natur.

Mittwoch, 24. Juni: Architekt Rüdiger Wilde hat die Idee, das Sauerland-Center per Fußgängerbrücke mit dem Forum am Sternplatz zu verbinden. Von dort aus, meinen wir, sollte es dann noch einen Tunnel zum leerstehenden ehemaligen Sinn-Leffers-Gebäude geben. Anschließend braucht man nur noch eine ziemlich lange Zündschnur und sehr viel Dynamit. Einmal aufs Knöpfchen drücken – und die Stadt Lüdenscheid ist drei ihrer größten baulichen Schandflecke auf einmal los.

Donnerstag, 25. Juni: Karl-Josef Laumann, Staatssekretär und Pflegebeauftragter der Bundesregierung, wollte das Pflegenotensystem für Altenheime bis zu einer gründlichen Reform aussetzen. Das war eine gute Idee. Doch seine eigene Koalition lässt ihn damit voll auflaufen. Jetzt ist Laumann zu Gast im Klinikum Lüdenscheid. Er hätte aber auch seinen Chauffeur schicken können. Der hat ein ähnliches politisches Gewicht wie sein Chef.

Freitag, 26. Juni:  Und dann ist da noch der „Marketing-Direktor“ des Bundesligisten Borussia Lüdenscheid-Nord. Der gute Mann verrät beim hiesigen Arbeitgeberverband nicht nur, dass Fußballspielen irgendwie ja doch die „Kernkompetenz“ seines Vereins sei. Nein, er beteuert sogar, die Farben Schwarz-Gelb seien eine „tolle Kombination“ und man müsse mit den Fans „authentisch“ umgehen. Was wohl der typische Fan von der Südtribüne dazu sagen wird? Hoffentlich nicht „Mach’ endlich den Kopp zu, du Spacko!“, woll!?

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