Slam-Fans begeistert von hochkarätigen Finalisten

Der Remscheider Sascha Thamm errang bei der Poetry-Slam-Reihe „World of WORDcraft“ den goldenen Federkiel.

LÜDENSCHEID ▪ Veranstalter Marian Heuser konnte stolz auf den großen Publikumszuspruch beim Finale der Poetry-Slam-Reihe „World of WORDcraft“ im Theatersaal des Kulturhauses sein.

Rund 420 Personen schauten sich das Spektakel an – mehr als die doppelte Personenzahl, die die Stammlocation des Events, der Saal der Gaststätte Dahlmann, hätte aufnehmen können. Im Rahmen des fast vierstündigen Programms bekamen die Slam-Fans allerdings auch einiges geboten, denn die sechs Finalisten, die auf der Kulturhausbühne gegeneinander antraten, gehörten zum Besten, was die Szene derzeit zu bieten hat. Und der Wettbewerb lohnte sich, denn die ersten drei Slammer konnten den begehrten Bronzenen, Silbernen oder Goldenen Federkiel erringen, die diesmal besonders aufwändig von der Schalksmühler Künstlerin Claudia Bäcker-Kirmse gestaltet worden waren.

Doch zuvor stellten sich die Kontrahenten – Frank Klötgen aus Berlin, Laura Reichel aus Dortmund, Achim Leufker aus Rheine, „Bülent“ aus Dorsten, Jan Möbius aus Remscheid sowie Sascha Thamm (ebenfalls Remscheid) dem kritischen Publikum. Etwas zu lachen gab es vor allem mit Jan Möbius, dem amtierenden NRW-Vizemeister. Er thematisierte unter anderem jene Komplikationen, die es mit sich bringt, als Remscheider Mittelschicht-Teenager im „Schlawiner Teenie Treff“ der Evangelischen Kirche zum coolen Rapper und Hip-Hopper zu werden. „Sankt Martin“ und was man als singendes Kind an der Tür für ungenießbare Dinge zugesteckt bekommt, war schließlich eines der Themen von Sascha Thamm. Mit spürbarem Enthusiasmus referierte er über Mandarinen, bei denen man „minutenlang auf den Häuten der dehydrierten Früchte“ kaut. Thamm war es schließlich, der das Publikum am meisten begeistern und somit den „Goldenen Federkiel“ mit nach Hause nehmen konnte, dicht gefolgt von Achim Leufker aus Rheine, der die Silberne Feder erhielt. Den dritten Platz und damit den „Bronzenen Federkiel“ erkämpfte sich „Bülent“.

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