Stadt beantragt Geld aus einem Sonderprogramm

Die Sanierung des Bremecker Hammers kostet 675.000 Euro

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In diesem Jahr wird am Bremecker Hammer kein Feuer lodern.

Lüdenscheid - Um das Schmiedemuseum Bremecker Hammer zu sanieren, werden 675.000 Euro notwendig. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Schadensanalyse. Bei der Finanzierung der Kosten hofft die Stadt Lüdenscheid auf Geld aus einem Sonderprogramm des Bundes.

Das, was Lüdenscheids Kulturmanager Stefan Frenz im Rahmen der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses ein „positives Signal“ nannte, entscheidet möglicherweise über die Zukunft des Bremecker Hammers. Im Februar erwartet die Stadt die Rückmeldung aus dem Bundesbauministerium, ob bis zu 90 Prozent der Sanierungskosten des Schmiedemuseums von dort übernommen werden.

Einen gegebenenfalls negativen Bescheid kommentierte der Kulturausschussvorsitzende Norbert Adam mit einem: „Wenn nicht, dann sieht das sehr schlecht aus.“ Seit September 2014 ist der Bremecker Hammer für die Öffentlichkeit gesperrt. Schäden im Mauerwerk, die vermutlich durch eindringende Feuchtigkeit aus dem angrenzenden Hammerteich entstanden sind, habe die Standfestigkeit beeinträchtigt. Das Team des Bremecker Hammers hatte seinerzeit vorbildlich reagiert und den Wasserstand des angrenzenden Hammerteiches reduziert, um den Druck auf das Mauerwerk zu reduzieren.

300.000 Euro für akute Schadensbehebung

Der Bremecker Hammer: Die sanierungskosten liegen bei 675.000 Euro.

Eine umfangreiche Schadensanalyse folgte. Inzwischen steht fest: 675.000 Euro sind notwendig, um Gelände und Schmiedemuseum so instand zu setzen, dass Publikumsverkehr gefahrlos möglich ist. Rund 300.000 Euro wären allein schon für die akute Schadensbehebung notwendig. Aber dazu kämen ja noch Posten wie Heizung, Elektroinstallationen, Neuverfugung und ähnliches, so Frenz. 

Im Oktober letzten Jahres stieß der Kulturmanager auf ein Sonderprogramm des Bundesbauministeriums für kommunale Einrichtungen. 140 Millionen Euro stellt der Bund für Projekte in ganz Deutschland bereit. Kurzfristige Anmeldungen waren erwünscht. 

Entscheidung im Februar

„Wir haben dann sofort einen Zuwendungsantrag gestellt, das passte alles gut“, so Frenz, „für Kommunen in Haushaltsnotlagen wird bis zu 90 Prozent gefördert.“ Eine Entscheidung darüber, ob das Geld für die Sanierung des Bremecker Hammers vom Bund kommt, erwartet die Stadt im Februar. Die dann noch fehlende Summe ist bereits im Haushalt verankert.

So oder so wird das Schmiedemuseum in diesem Jahr geschlossen bleiben. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten können dann allerdings zügig angegangen werden, damit der Bremecker Hammer 2017 wieder in altem und neuem Glanz erstrahlt.

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