Saniertes Denkmal als Geschenk für die Stadt

Horst Münster (Stadtwerke), Bürgermeister Dieter Dzewas, Peter Welter vom Amt für Zentrale Gebäudewirtschaft und Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Struwe (v.l.) bei der Schlüsselübergabe der alten Trafostation an der Philippstraße.

LÜDENSCHEID ▪ Ein ungewöhnliches Geschenk nahm am Mittwoch Bürgermeister Dieter Dzewas entgegen – das von den Stadtwerken umfangreich sanierte Trafohäuschen an der Ecke Philippstraße/Hohfuhrstraße.Der Denkmalschutz erfordete die Einholung umfangreicher Angebote, was Material und Farbe angeht sowie die Einbeziehung der Unteren Denkmalbehörde und dem Amt für Denkmalpflege in Münster.

„Von der Idee bis zur Umsetzung und Fertigstellung hat es eineinhalb Jahre gedauert“, sagte Horst Münster, Teamleiter Strom bei den Stadtwerken. Geschäftsführer Wolfgang Struwe betonte: „Wir wollen damit sicherstellen, dass die ehemalige Trafostation mit ihrem künstlerisch wertvollen Fresko dauerhaft als schützenswertes Allgemeingut der Öffentlichkeit erhalten bleibt.“

Dieter Dzewas sagte, das klassizistische Gebäude passe gut in das gesamte Ensemble der historischen Gebäude rundum. „Es ist mit dem Fresko, das den barmherzigen Samariter zeigt, unverwechselbar und hat was.“ Zwar sei er ein Freund von Nutzungen, aber das dürfte bei dem kleinen Gebäude schwierig sein. „Vielleicht ist ja dennoch etwas möglich.“

Das Gebäude wurde nach Angaben der Stadtwerke 1922 mit einem Kostenaufwand von rund 200 000 Euro als Transformatorenstation für die Stadtwerke Lüdenscheid gebaut. Professor Wilhelm Nida-Rümelin (1876 bis 1945) gestaltete das Fresko. Die Station wurde in den Jahren 1949/1950 umgebaut, als die vorhandene Trafokapazität für die Versorgung des Krankenhauses und des Stadtbereichs drumherum nicht mehr ausreichte. Die eigentliche Stromversorgung wurde bereits Anfang der 80er Jahre in einen Raum neben dem Gebäude verlegt. Das Fresko wurde 1985 von dem Lüdenscheider Malermeister Fritz Eckern umfangreich restauriert, 1991 erfolgte der Eintrag in die Baudenkmalliste. Mit Abschluss der Sanierung ist übrigens auch der Briefkasten wieder an das Trafohäuschen angebracht worden. Die Entfernung hatte bei Anliegern für Irritationen gesorgt.

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