MVG saniert Verwaltungsbau

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Lieber Schutzschicht als Dreckschicht: Der Austausch der Fenster war dringend erforderlich. Sie funktionierten zum Teil nicht mehr.

Lüdenscheid - So wirtschaftlich wie möglich sollte es sein, und deshalb fiel die Entscheidung auch gegen einen Neubau auf dem Betriebshof und für eine Sanierung des alten MVG-Verwaltungsgebäudes an der Wehberger Straße. Die läuft derzeit auf vollen Touren. Rund 300 000 Euro werden investiert.

Was für das Gebäude eine deutliche Aufwertung und eine energieeffizientere Zukunft bedeutet, ist für die Mitarbeiter vorläufig noch eine nicht unerhebliche Belastung. Fenster werden im laufenden Betrieb ausgetauscht, neue Fensterbänke eingesetzt, weil sich durch Dämmung die Mauerbreite verändert, weshalb auch die Dachattika vorgezogen werden muss. Drinnen werden Vorsprünge weggemeißelt und beigeputzt, überall Feinstaub, Dreck und Funkenschlag: „Aber jeden Tag ist etwas fertig, das gelingt im Büro nicht immer“, gewinnt MVG-Pressesprecher Jochen Sulies den Bauarbeiten auch etwas Positives ab. Bis Frühjahr 2014 werden die Arbeiten wohl dauern, bei der Fensterbauer, Isolierexperten und Dachdecker Hand in Hand arbeiten. Sulies: „Das ist ja keine kleine Garage, die wir hier umbauen.“

Am Anfang stand ein Thermografiebild, das sehr unterschiedliche und damit schlechte Isolationswerte zeigte. Die letzte umfangreiche Sanierung des Anfang 1960 errichteten und zwischendurch erweiterten Baus ist gut zehn Jahre her. Seit damals „parkte“ auch der Bus auf der Fassade, Symbol für den Verkehrsbetrieb. Jetzt ist das Bild hinter rund 40 Zentimer dicken Dämmplatten verschwunden. Auch eine schwungvolle Skulptur wurde demontiert. Im Gegensatz zum Bild – „Wir würden Ähnliches gerne wieder machen“ – ist ihre Rückkehr ungewiss.

Bislang laufe alles überraschend rund, heißt es. Als nächstes hofft man, dass die Putzarbeiten noch vor einer längeren Frostperiode abgeschlossen werden können. Dazu benötige man über einen längeren Zeitraum fünf Grad Mindesttemperatur.

Welche Einsparungen die Maßnahmen letztlich bringen, wird nicht sofort erkennbar sein. Zunächst müsse die Steuerung der Gasheizanlage angepasst werden. Erst in ein, zwei Jahren rechne man mit Zahlen, vermutet Sulies. Aber: „Es kann nur besser werden.“ Besser soll es auf jeden Fall sofort für die Mitarbeiter werden: Der Verkehrslärm bleibt draußen und die Wärme drinnen.

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