Diese Frau kann die S-Bahn richtig benutzen

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Sandra Da Vina tritt als Poetry-Slammerin im Wettstreit um die Lüdenscheider Lüsterklemme an.

Lüdenscheid – Note 1,30, Publikumsliebling, Schiebermütze und freche Schnauze: Stefan Danziger gewann im letzten Jahr die begehrte Lüdenscheider Lüsterklemme. Abholen wird er sie auch in diesem Jahr nicht. Denn erstmalig in der Geschichte der Kleinkunsttage kommt der Gewinner 2019 (voraussichtlich) erst nach der Preisübergabe an den Gewinner 2020 zurück in die Bergstadt.

Denn erstmalig in der Geschichte der Kleinkunsttage kommt der Gewinner 2019 (voraussichtlich) erst nach der Preisübergabe an den Gewinner 2020 zurück in die Bergstadt. Elternzeit, Krankheit und andere Verpflichtung machen ein Danziger-Gastspiel mit Preisverleihung erst am 19. Februar 2021 möglich.

Nach den Kleinkunsttagen ist vor den nächsten: Vom 20. bis 28. Februar, jeweils ab 19.30 Uhr, hebt sich in der Garderobenhalle des Kulturhauses der Vorhang für die neue Runde, inzwischen die 41. ihrer Art. Geplant ist ein zeitgemäßes Update. Denn die Poetry-Salm-Szene lockt mehr und mehr Gäste und hat sich als Teilchenbeschleuniger für talentierte Solokünstler entwickelt. So sind erstmals Poetry-Slammer mit ihren abendfüllenden Soloprojekten eingeladen im Wettstreit um den Preis, der wieder mit 1500 von der Sparkasse gestifteten Euro dotiert ist. 

Der Slammer Kolja Fach kennt das Kulturhaus-Parkett. Er trat bereits beim Kampf um die NRW-Krone im Poetry-Slam im Jubiläumsjahr der Stadt außer Konkurrenz vor das Lüdenscheider Publikum. „Fachwörter“ heißt das Programm, dass er am 20. Februar vorstellen will. Kolja Fach stand 2011 zum ersten Mal in seinem Leben auf einer Poetryslam-Bühne und konnte den Abend als 13-Jähriger für sich gewinnen. Bereits ein halbes Jahr später qualifizierte er sich für die deutschsprachigen Meisterschaften, durfte jedoch wegen seines Alters nicht antreten. Fachs Programm „Fachwörter“ wurde im November 2017 uraufgeführt. Der Titel ist bestehen geblieben, das Programm ist aber stetig im Wandel.

„Auf dem Weg, ein Mann zu werden“ heißt das Programm, das Nikita Miller am 21. Februar vorstellt. Miller, auf der Suche nach der großen Liebe, durchlebt dabei einen Fehlschlag nach dem anderen, bis ihm gesagt wird: „Hör endlich auf, deine Zeit damit zu verschwenden, nach der richtigen Frau zu suchen. Versuch stattdessen endlich mal, zum richtigen Mann zu werden.“ Doch was macht einen Mann aus?

Die Mutter von Jean-Philippe Kindler beschloss im Sommer 1996, ihren Sohn mitten in die Duisburger Realität hinein zu gebären. „Mensch ärgere dich“ stellt der Slammer am 22. Februar vor. Kindler ist NRW-Landesmeister im Poetry-Slam, Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften und Nominierter für den Nachwuchsmoderator-Preis. Mit „Mensch ärgere Dich“ erhebt er auf irrwitzige und poetische Art die Stimme für Geschichten um soziale Ungerechtigkeit oder auch um seine Eltern, die gerne „Läuft bei dir“ sagen.

„Da Vina takes it all“ mit Sandra Davina steht am 27. Februar auf dem abendlichen Programm. Ihr neues Programm ist eine Antwort auf Fragen, die sich alle und keiner oft nicht gestellt haben: Wie benutzt man eine S-Bahn richtig? Wovor hatten Dinosaurier Angst? Wie viel Kichern ist einmal Lachen? Und wie bleibt man in dieser Welt optimistisch? Sandra Da Vina ist seit 2012 auf den deutschen Poetry-Slam- und Kabarett-Bühnen unterwegs. und im Fernsehen unter anderem bei „Ladies Night“, „Alfons & Gäste“ und dem „SWR3 Comedy Festival“ zu sehen. 2014 gewann sie als erste Frau die NRW-Meisterschaft im Poetry Slam.

Das Schlusswort gehört am 28. Februar Liza Kos mit „Was glaub‘ ich, wer ich bin?!“ Liza Kos kommt aus Moskau. Mit 15 zog sie mit ihren Eltern nach Deutschland und lernte die Landessprache, die sie auch bald perfekt beherrschte: Türkisch. „Was glaub’ ich, wer ich bin?!“ ist ein Kabarett-Comedy, bei der Liza Kosvon eigener und eigentümlicher Integration erzählt – sei es über ihr Herkunftsland Russland, die Türkei oder ihre Wahlheimatland Deutschland. Der Vorverkauf an der Theaterkasse hat begonnen.

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