"Mein Lüdenscheid"

Sammlung Schumacher soll digital präsentiert werden

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„Mein Lüdenscheid“: Das ist der Titel unter dem die Sammlung Schumacher künftig präsentiert werden soll. Wolfgang Schumacher und Kristina Krämer stellten das Konzept bei der Bürgerstiftung vor, die das Projekt mitfinanziert.

Lüdenscheid - An einer Liebeserklärung an seine Heimatstadt arbeitet der leidenschaftliche Sammler Wolfgang Schumacher seit vielen Jahren – nun rückt eine Präsentation von Teilen seiner Sammlung in greifbare Nähe: Bei der Stifterversammlung der Bürgerstiftung der Sparkasse Lüdenscheid stellte er gemeinsam mit Kristina Krämer, Mitarbeiterin im Geschichtsmuseum der Stadt, das Projekt „Mein Lüdenscheid“ vor.

Dieses Projekt wird durch die Bürgerstiftung mitfinanziert. Wolfgang Schumacher selbst hat durch eine entsprechende zweckgebundene Zustiftung den Grundstein dafür gelegt, dass seine Sammlung, die er der Stadt Lüdenscheid 2009 als Schenkung überlassen hat, dauerhaft in geeigneter Form präsentiert werden kann.

Er selbst arbeitet seit 2012 daran, Dokumente aus der Sammlung auszuwählen, nach Kapiteln zusammenzufassen und mit kurzen Erläuterungstexten zu versehen, die zur weiteren Beschäftigung mit der Sammlung und der lokalen Geschichte anregen sollen. Mit Paul Kozakiewicz hat ein Freund ihm dabei geholfen, eine geeignete Präsentation für die rund 1350 Exponate auf 600 Seiten zu erarbeiten.

Alle Exponate haben dabei irgendwie mit der Post zu tun: Postkarten, beschriftete und gestempelte Briefumschläge beziehungsweise Briefköpfe oder auch Briefmarken haben die beiden in zwölf Kapiteln zu unterschiedlichen Themen zusammengefasst. „Kein lückenloses Lüdenscheid-Bild, aber ein vielfältiges ist so entstanden“, sagt Schumacher.

Seit diesem Jahr wird er von Kristina Krämer unterstützt, die sich vor allem mit der Frage beschäftigt, wie die so entstandene Publikation der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. „Das war für einen Sammler nicht einfach“, sagt Wolfgang Schumacher über die Entscheidung. Denn das, was er über Jahrzehnte mühevoll zusammengetragen hat, soll nicht im Original, beispielsweise in ausziehbaren Vitrinen, sondern digital auf Tablets präsentiert werden. Aber letztlich spreche doch vieles dafür. Denn über Suchfunktionen könne nach bestimmten Dokumenten gesucht werden. Möglich sei es außerdem, die Tablets an unterschiedlichen Orten zugänglich zu machen.

Der Schwerpunkt, so betonte Kristina Krämer, die als Volontärin im Geschichtsmuseum das Projekt betreut, soll aber in den Museen am Sauerfeld liegen. Sie stellt sich bewegliche Sessel, verteilt im Foyer vor, an denen die Tablets genutzt werden und beliebig in der Datenfülle gestöbert werden kann. Umgesetzt werden soll das zeitnah, da die Daten bereits erfasst sind und die Gestaltung der einzelnen Seiten vollendet ist.

Wie lange es dauert, die technischen Details, unter anderem mit einer entsprechenden App und der Installation der Tablets zu realisieren, kann sie noch nicht sagen. „Ich würde mir wünschen, dass das im nächsten Jahr geschieht“, sagte Kristina Krämer – weil sie das Projekt dann innerhalb ihres zweijährigen Volontariats abschließen könnte.

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