Linken-Politikerin schlägt Grimmenstein vor

Bundesverdienstkreuz für Lüdenscheider Ceta-Gegnerin?

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Marianne Grimmenstein.

Lüdenscheid - Sahra Wagenknecht (Partei „Die Linke“) hat die Lüdenscheider Anti-Ceta-Aktivistin Marianne Grimmenstein bei der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in der NRW-Staatskanzlei für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen.

Das gab die Fraktionsvorsitzende zusammen mit Fabio De Masi, Mitglied des Europäischen Parlaments, sowie Christian Leye, NRW-Spitzenkandidat der Partei, am Donnerstag am Rande der Linken-Klausurtagung in Dortmund bekannt.

Ein Mitarbeiter der Online-Petitionsplattform Change.org, mit der Marianne Grimmenstein ihre Sammelklage gegen das Freihandelsabkommen zwischen Kanada und Europa gestartet hatte, hat die Pressekonferenz mit einem Live-Video begleitet: De Masi sagte, „Die Linke“ habe die Ceta-Rebellin vorgeschlagen, da sie sich mit einer der größten Verfassungsklagen in der Geschichte der Bundesrepublik um Demokratie und Rechtsstaat verdient gemacht habe – und weil die Partei gegen Ceta sei.

Sahra Wagenknecht sagte vor der Kamera, Grimmenstein sei „ein wunderbares Beispiel für Engagement von Bürgern“. Es sei „großartig“, wenn jemand in seiner Freizeit „die Fehlentscheidungen von Politikern“ korrigiere. Das sieht nach eigenem Bekunden auch Georg Austermann so. Er hatte, wie berichtetet, den Stein ins Rollen gebracht und mit einer Petition auf Change.org für Grimmensteins Nominierung für das Bundesverdienstkreuz mobil gemacht.

Grimmenstein selbst sagte, sie fühle sich geehrt. „Das Minimum ist, dass die Bürger selbst über Ceta abstimmen dürfen“, findet die Lüdenscheiderin, die generell für mehr Bürgerbeteiligung wirbt. Ob sie das Verdienstkreuz bekommt, bleibt abzuwarten.

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Verdienstkreuz für Marianne Grimmenstein im Gespräch

Hier geht's zur Facebook-Seite mit dem Video

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