Bezaubernde Vorstellung

Staatsballett tanzt "Cinderella" im Kulturhaus

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Das Staatsballett badete nach dem Schlussakkord im Beifall.

Lüdenscheid – Am Ende der schicksalhaften Begegnung badete das knapp 30-köpfige Ensemble im Beifall. Das Russische Staatsballett war am Dienstagabend unter der Leitung von Konstantin Ivanov zu Gast im Kulturhaus.

Zur Musik von Sergej Prokofjew zeigten die Tänzer das Märchenballett „Cinderella“. Schon die linkischen Tanzversuche der bösen Stiefschwestern zu Beginn des Zweiakters zeigten deutlich auf, dass hier zwar klassisches Ballett, aber durchaus auch komödiantische Elemente zu erwarten waren.

Vor der (gemalten) Kulisse des Bauernhauses spielte und tanzte sich schnell die Stiefmutter in ihrem ausgesprochen farbenprächtigen und ebenso skurrilen Kostüm in die Herzen der Zuschauer. Die Geschichte um das Aschenbrödel ist hinlänglich bekannt, und nach dem Verlust des Schuhwerks beim königlichen Ball entließen die Tänzer ihr Publikum in die Pause.

Die Entspannung zwischen den Akten nutzten viele junge Tänzerinnen im Publikum vor allem dazu, darüber zu diskutieren, ob sie selbst wohl jemals eine solche Körperspannung erreichen würden. Im zweiten Akt dann die Suche nach dem passenden Fuß zum verlorenen Schuh.

Bezaubernd stellten die russischen Tänzer die verzweifelte Suche des Prinzen in aller Herren Länder dar, begleitet von der mal emotionalen und dann wieder strahlenden Musik des russischen Komponisten, der das Handlungsballett im Jahr 1945 erstmals als Auftragsarbeit auf die Bühne bringen ließ.

Pas de deux im blauen Kunstlicht, prunkvolle Kostüme, die dem Publikum so manches Raunen entlockten, eine nahezu perfekte Choreografie und über Allem die Musik eines Komponisten, der schon als 13-jähriger Student am Sankt Petersburger Konservatorium studierte – nicht nur die vielen Landsleute goutierten die Leistung des Staatsballetts mit jeder Menge Applaus.

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