Dringender Appell an Lüdenscheider Kraftfahrer

Brandschutzdezernent Ruschin warnt: "Falschparken kann tödlich enden!"

Große Probleme hatten die ausgerückten Feuerwehrkräfte bei einem Einsatz nach einem Wohnungsbrand-Alarm am Wauertsiepen wegen falsch geparkter Pkw.

Lüdenscheid - „Falschparken kann tödlich enden!“ Einen dringenden Appell, korrekt zu parken, richtet Rechts- und Brandschutzdezernent Thomas Ruschin an Lüdenscheids Kraftfahrer.

„Gerade wegen der schwierigen Topographie Lüdenscheids stellt unsere Stadt besondere Anforderungen an die Disziplin der Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer. Enge Straßen und Stellplatzknappheit verführen an manchen Stellen den einen oder anderen Zeitgenossen zu einem nicht StVO-konformen Verhalten beim Abstellen seines Fahrzeuges“, erklärt Ruschin. Wer dies tue, könne jedoch schnell das Leben anderer gefährden, wenn Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge Straßen nicht mehr passieren können.

Hintergrund des Appells ist die Auswertung eines Feuerwehreinsatzes vor wenigen Wochen: Ein gemeldeter Zimmerbrand in der Straße Wauertsiepen stellte die ausgerückten Feuerwehrkräfte vor erhebliche Probleme wegen falsch geparkter Pkw: Die Einfahrt vom Buschhauser Weg in den Wauertsiepen gelang noch mit dem Einsatzleitwagen und dem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF) unter Zeitverzögerung, die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug blieben hoffnungslos stecken.

Glücklicherweise hat sich der Zimmerbrand nur als vergessenes Essen auf Herd herausgestellt, so dass die Fahrzeuge, die nicht in die Straße einfahren konnten, auch tatsächlich nicht benötigt wurden.

Die beobachteten Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung waren hier konkret: unerlaubtes Parken auf Gehwegen, Parken im eingeschränkten Halteverbot, Parken in scharfen Kurven mit Behinderung von Rettungsfahrzeugen und Parken innerhalb von fünf Metern vom Kreuzungsschnittpunkt.

„Ich appelliere an das Verantwortungsbewusstsein der Lüdenscheiderinnen und Lüdenscheider auch im ruhenden Straßenverkehr die Verkehrsvorschriften ernst zu nehmen und die möglichen Folgen eines Falschparkens zu bedenken“, sagt Ruschin.

„Die Behinderung von Einsatzfahrzeugen führt nicht nur in der Regel zur Ahndung des Verkehrsverstoßes im Flensburger Punktebereich, auch der Straftatbestand der Nötigung gem. § 240 StGB kann erfüllt sein. Im schlimmsten Fall kann sich der Falschparker auch wegen fahrlässiger Tötung nach § 222 StGB strafbar machen, wenn aufgrund seines Verhaltens eine Person nicht rechtzeitig gerettet werden konnte.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare