Ausführliche Einblicke

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Paul Thesing, „Das untergehende Hakenkreuz“, eine Tuschezeichnung aus dem Jahr 1931 und in Privatbesitz.

Lüdenscheid - Für den kommenden Sonntag lädt die Städtische Galerie erneut zu einem begleiteten Rundgang durch die Ausstellung „Anpassung – Überleben – Widerstand“ ein.

Zu sehen sind Grafiken, Malereien und Plastiken von 20 Künstlern, die in ganz unterschiedlicher Weise auf Kunstverbot, Bedrohungen und Überwachung während der Zeit des Nationalsozialismus reagierten. Gingen Sie in die innere Emigration, passten sie sich an, versuchten sie, so wenig wie möglich aufzufallen? Oder leisteten sie künstlerischen Widerstand durch „verbotene Bilder“? Flüchteten sie ins Ausland oder kämpften sie im Untergrund?

Die Schicksale der in dieser Ausstellung versammelten Künstler, die in Westfalen geboren wurden oder dort längere Zeit ihres Lebens verbrachten, zeigen die gesamte Bandbreite der damals möglichen Reaktionen.

Ein ausführlicher Blick wird auch dem Werk Paul Wieghardts (Lüdenscheid 1897-1969 Wilmette/USA) gelten, dessen Biografie und künstlerische Entwicklung in der Zeit des Nationalsozialismus einschneidende Veränderungen erfuhren – und der als einer der wenigen deutschen Künstler dieser Generation eine Karriere im internationalen Ausland machte. Die Führung übernimmt Dr. Carolin Krüger-Bahr. Beginn ist am Sonntag um 15 Uhr. Die Kosten liegen bei einem Euro für die Führung zuzüglich vier (ermäßigt zwei) Euro Eintritt. Wer selbst auf Entdeckungstour gehen möchte, kann das in den Museen der Stadt Lüdenscheid an der Sauerfelder Straße jeweils von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 18 Uhr tun. Die letzte öffentliche Führung durch die Ausstellung wird für den 18. Mai angeboten. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der in den Museen der Stadt Lüdenscheid erhältlich ist.

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