1826  - das erste Plaster für die Wilhelmstraße

Lüdenscheid - Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Im zweiten Teil ging es von der Mädchenschule zum Arbeitsamt. Der dritte Teil führt auf die Wilhelmstraße.

Rundgang durch Alt-Lüdenscheid

Gerhard Geisel und Dietrich Leutloff begleiten die Leser unserer neuen Serie „Alt-Lüdenscheid“ auf einem Rundgang durch die Stadt. Sie zeigen dabei Anblicke, die es so nicht mehr gibt. Viele der Häuser sind lange abgerissen, andere Ausblicke mit neuen Häusern zugebaut. Die Bilder stammen aus dem LN-Archiv, dem Stadtarchiv und der Sammlung Schumacher, die Texte in gekürzter Form aus dem Buch „Die Lüdenscheider Straßennamen“ (ISBN: 9783981332513 ).

Die Aufnahme aus dem Jahr 1929 zeigt die Wilhelmstraße an der Einmündung Corneliusstraße. Rechtsseitig sieht man das Gebäude des Juweliers Hohage mit der in die Straße ragenden Uhr, links das Buchgeschäft von Max Eckardt. Zwischen beiden Gebäuden befand sich das untere Stadttor, die sogenannte „Ungerpoate“. Wer heute aufmerksam das Pflaster zwischen den Gebäuden betrachtet, erkennt den in den Boden eingelassenen Grundriss des alten Tores.

Die Straße ist nach Wilhelm I. (1797-1888) aus dem Hause Hohenzollern benannt. Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen war seit 1858 Regent, wurde 1861 König von Preußen sowie ab 1871 Deutscher Kaiser.

Ursprünglich hieß die Wilhelmstraße Hauptstraße und wurde 1889 im Zusammenhang mit der Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals, das auf dem heutigen Sternplatz stand, umbenannt. Erst im Jahre 1826 wurde sie gepflastert, weil die Stadt 1815 anlässlich des Besuchs des Oberpräsidenten von Vincke bei ihm einen ungepflegten Eindruck hinterlassen hatte. Immerhin dauerte es noch weitere elf Jahre bis die Finanzierung der Baumaßnahme gesichert war.

Die Wilhelmstraße, die in Ost-West Richtung verläuft, teilt die Altstadt Lüdenscheids in einen nördlichen und südlichen Teil. Im Volksmund des 19. Jahrhunderts wurde der nördliche Teil „Winterseite“ und der nach Süden gelegene Teil „Sommerseite“ genannt.

 

Hier finden Sie alle Spaziergänge durch "Alt-Lüdenscheid"

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