„Kein Grund zur Besorgnis“

Der Wasserstand der Versetalsperre unterliegt immer wieder Schwankungen. Besorgniserregend ist er aber nicht.

Lüdenscheid - Viele Spaziergänger nutzten die freie Zeit an und zwischen den Feiertagen für einen Spaziergang rund um die Klamer Brücke. Sie wunderten sich über den Wasserstand der Versetalsperre.

 „Ist da nicht recht wenig drin“, meinten sie angesichts gut sichtbarer Uferränder, die sonst unter Wasser sind. Der Ruhrverband aber gibt Entwarnung.

„Der Versetalsperre liegt bei 93 Prozent des langjährigen Mittels“, sagt Pressesprecher Markus Rüdel. „Das heißt wiederum, sie liegt sieben Prozent unter dem langjährigen Mittel, was kein Grund zur Besorgnis ist.“ Gerade im Winter werde Speicherraum freigehalten, um mögliches Hochwasser zwischenspeichern zu können. Gewisse Schwankungsbreiten seien immer vorhanden,

Der Stauraum der Versetalsperre liegt nach Angaben des Ruhrverbandes mit Vorbecken bei 32,8 Millionen Kubikmetern. Zurzeit liegt der Stauinhalt bei knapp 24 Millionen Kubikmeter. Diese Angaben stammen von der WebCam an der Sperre, die zudem die aktuelle Stauhöhe anzeigt und damit den Abstand zur Vollstauhöhe. Sie liegt exakt bei 390,18 über NN. Derzeit sind es gut 384 Meter. „Das aus der Talsperre abfließende Wasser wird vorwiegend durch ein Kraftwerk am Fuß des Versedammes abgegeben“, beschreibt der Ruhrverband das Verfahren.

„Neben der Sicherstellung der Wasserversorgung des Ruhrgebiets im Verbund mit anderen Talsperren, wie der Bigge- und Möhnetalsperre, dienen die Talsperren unmittelbar der Wasserversorgung der umliegenden Gemeinden.“ Das Einzugsgebiet der Versetalsperre liege bei knapp 24 Quadratkilometern. Zum Vergleich: Die benachbarte Fürwiggetalsperre hat nur ein Einzugsgebiet von knapp 4,6 Quadratkilometern. Der Speicherraum liegt bei 1,67 Millionen Kubikmetern.

Der Ruhrverband ist zuständig für die Steuerung der Talsperren. Dies geschieht in der Leitzentrale in Essen. Neben der Funktion als Hochwasserspeicher dienen die Talsperren in trockenen Sommern mit geringen Niederschlägen dazu, die Wasserversorgung aufrecht zu erhalten.

„Es gibt daher immer Schwankungsbreiten“, sagt Markus Rüdel. Die Spaziergänger müssen sich also nicht sorgen. Die derzeitige Schwankung sei im normalen Bereich. - von Martin Messy

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