Rückblick und Ausblick auf die Denkfabrik

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Ein erster Blick in den frisch bespannten Turm. Das Pendel wird später im hier sichtbaren Innenturm schwingen.

Lüdenscheid - „Wir bewegen uns in allen Bereichen im zeitlichen und finanziellen Rahmen.“ Wenn im kommenden Jahr das Projekt der Denkfabrik im weitgehend abgeschlossen werde, seien auf dem Weg dahin keine größeren Verwerfungen aufgetreten.

Das ist für Projektleiter André Westermann die Kernbotschaft beim Rückblick und Ausblick auf das Vorhaben der Regionale 2013, das im Bereich Südwestfalen Millionensummen bewegt hat. Allein in Lüdenscheid wurden 22,5 Millionen Euro investiert, 3,2 Millionen Eigenanteil hat die Stadt selbst dafür stemmen müssen. Nicht berücksichtigt sind dabei Folgeinvestitionen Dritter, beispielsweise, wenn Anreiz-Fördermittel im Bahnhofsquartier für die Sanierung von Fassaden und Höfe eingesetzt wurden.

„Mit dem Turm wird es griffig“

Das zentrale Ereignis im vergangenen Jahr sei sicherlich die Errichtung des Phänomenta-Turms gewesen, der das Foucaultsche Pendel aufnehmen wird. „Mit dem Turm wird es griffig für die Bürger“, sagt Westermann, der durchaus das Problem erkennt, die Denkfabrik in der Öffentlichkeit darzustellen.: „Ein sperriges Thema und schwer zu vermitteln.“ Kaum jemand bringe sofort die Straßensanierungen rund um den Bahnhofsbereich, die Herstellung des Knapper Schulhofs als Quartiersplatz oder die Verschönerung des Fußgängertunnels am Sauerfeld direkt mit der Regionale und erheblichen Fördermitteln in Verbindung.

Noch kein Termin zur Eröffnung

Das ändere sich zum einen mit dem Turm. Darüber hinaus plant der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit eine Reihe von Kampagnen, die insbesondere Kinder erreichen sollen. Die inhaltliche Arbeit, um junge Menschen über Phänomenta und Technikzentrum, später über die Fachhochschule an die Chancen in der Wirtschaft der Region heranzuführen, beginne erst noch.

Wann das der Fall sein wird, lässt Westermann allerdings noch offen. Einen konkreten Termin für die Neueröffnung in neuen Räumen mit neuen Exponaten gebe es noch nicht. Angepeilt sei ein Ende der Arbeiten Ende April. Dann werde es Zeit. Rechnungsschluss für die dann 13,7 Millionen teure Phänomenta sei die Jahresmitte. Weniger zeitkritisch sei die Abwicklung der städtebaulichen Maßnahmen, für die das Jahr 2018 den Zielstrich bilde.

Der Faktor Zeit habe dabei – weitgehend unbemerkt durch die Öffentlichkeit – zu völlig neuen Strukturen der Zusammenarbeit im Rathaus geführt. Ein vergleichbares Projekt habe es in Lüdenscheid nie gegeben.

Der riesige Abstimmungsbedarf angesichts des komplexen Fördermittelrechts, Vergaberichtlinien und enormer technischer Herausforderungen auf der Baustelle habe permanent Fachleute aus verschiedensten Fachbereichen der Stadt an einen Tisch gebracht. - flo

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