Fiktiver Briefwechsel als Lesung in der Bücherei

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Als Aufführungsort wurde die Stadtbücherei gewählt. -

LÜDENSCHEID - Zum 80. Mal jährt sich der Tag der so genannten „Machtergreifung“ Adolf Hitlers am 30. Januar 2013 – Anlass für die Volkshochschule, mit einer Gedenkveranstaltung daran zu erinnern. „Empfänger unbekannt“ ist der Titel eines fiktiven Briefwechsels, den die amerikanische Autorin Kressmann Taylor im Jahr 1938 angesichts der Zeitereignisse in Nazi-Deutschland geschrieben hat.

Im Original mit dem Titel „Adressat unbekannt“ beschreibt das Werk den Verlauf einer Freundschaft zweier deutsch-amerikanischer Geschäftsleute am Anfang der NS-Herrschaft. Der jüdische Geschäftsmann Max Eisenstein und sein „arischer Partner“ Martin Schulse besitzen eine gut situierte Kunstgalerie in San Francisco. 1932 zieht Schulse von San Francisco nach München.

Schulse wird im Folgenden mehr und mehr bekennender Nationalsozialist, später zum glühenden Fanatiker, der sich von seinem jüdischen Freund und Partner distanziert. Eisenstein nimmt eine Korrespondenz mit Schulse auf, die diesen durch die Verbindung zum Judentum in Bedrängnis bringt.

Klaus Finke und Rudolf Sparing nähern sich in dieser Lesung den erfundenen und doch so authentischen Figuren einer tragisch ausgehenden Korrespondenz. Sie haben als Aufführungsort den Saal der Stadtbücherei gewählt – in einem historischen Gebäude, das vor dem Krieg einen Gebetsraum der jüdischen Gemeinde enthielt und dessen östliche Außenwand als Erinnerungsstätte dient.

Es wirkt außerdem der junge Musiker Niklas Zabel mit – am Violoncello.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 29. Januar, statt, Beginn ist um 19.30 Uhr. Eintrittskarten gibt es noch im Vorverkauf am Tresen der Stadtbücherei zum Preis von sechs Euro.

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